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Moers: Rat unterstützt Positionspapier gegen Antisemitismus

Einstimmiger Beschluss in Moers : Rat unterstützt Positionspapier gegen Antisemitismus

Einstimmig haben sich die Moerser Fraktionen hinter ein papier der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit gestellt. Antisemitismus gefährde die Freiheit aller in ihrem Kern, heißt es darin. Im Internet können demnächst weitere Personen das Positionspapier unterstützen.

Gemeinsam gegen Hass und Vorurteile: Einstimmig und mit vielen persönlichen Bekundungen von Mitgliedern unterstützt der Rat der Stadt Moers die Positionierung gegen Antisemitismus der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Moers. Das Positionspapier ist vor dem Hintergrund des wieder aufkeimenden Antisemitismus entstanden. „Dieser gefährdet die Freiheit aller in ihrem Kern, egal ob er aktuell israelkritisch verschleiert und islamistisch begründet wird, ob er rechtsextremistischen Denkmustern folgt oder, ob er in der Corona-Krise alte antijüdische Stereotypen in Gestalt moderner Verschwörungserzählungen verbreitet“, so die Haltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Der Verein fordert auf, „sich unabhängig von religiöser Herkunft und politischer Ausrichtung klar und eindeutig gegen den Antisemitismus zu engagieren.“

Damit sich noch weitere Institutionen und auch Privatpersonen der Haltung anschließen können, bietet die Stadt Moers voraussichtlich ab Mittwoch, 26. Mai, eine Unterseite der städtischen Internetseite an. Dort können Initiativen, Vereine, Parteien, Glaubensgemeinschaften und einzelne Personen dem Positionspapier virtuell beitreten. Der Name sowie die Anzahl der Unterstützerinnen und Unterstützer insgesamt sind dann öffentlich zu sehen.„Ich bitte darum, dass sich viele Menschen und Institutionen beteiligen, sodass deutlich wird, dass Antisemitismus keinen Platz in unserer Stadt und Gesellschaft haben“, lädt Bürgermeister Christoph Fleischhauer ein. Er hatte das Positionspaier wegen seiner hohen Bedeutung kurzfristig auf die Tagesordnung der Ratssitzung am Mittwoch gesetzt. Fleischhauer bedankte sich bei Martin Behnisch-Wittig, Evangelischer Vorsitzender der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, für das Engagement und die gute Arbeit bei der Thematik.

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Die Unterstützung des Positionspapiers ist voraussichtlich ab Mittwoch, 26. Mai, auf www.gegenantisemitismus.moers.de möglich. Weitere Informationen über die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Moers gibt es auf der Internetseite www.gcjz-moers.de. Sie wurde am 5. Mai 1987 in der damaligen Zentralbibliothek Moers gegründet.