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Moers: Radschnellweg  soll ab 2025 entstehen.

Projekt in Moers : Radschnellweg soll ab 2025 entstehen

Stadt und Straßen NRW haben eine Planungsvereinbarung für das Wegstück des RS1 auf Moerser Gebiet unterzeichnet. Jetzt geht es in die Planung der Strecke, die auf 3,5 Kilometern durch die Grafenstadt verlaufen wird.

Die Fortführung des Radschnellwegs Ruhr (RS1) auf der linken Rheinseite nimmt Gestalt an. Ahmed Karroum, Leiter der Straßen-NRW-Regionalniederlassung Ruhr, und Christoph Fleischhauer, Bürgermeister der Stadt Moers, haben jetzt die Planungsvereinbarung für den Radschnellweg auf dem Stadtgebiet von Moers unterzeichnet. Mit der Nord-Verschiebung der Trasse des RS1 von der Hochfelder Eisenbahnbrücke auf die A40-Rheinbrücke Neuenkamp wurde die Verlängerung des RS1 bis nach Moers erst möglich.

In den vergangenen Monaten haben die Stadtverwaltungen in Moers und Duisburg die Voraussetzungen für die nächsten Planungsschritte geschaffen. Für die in einer durch die Städte beauftragten Machbarkeitsstudie vorgeschlagene Strecke für den RS1 in Moers werden bereits bestehende Straßen genutzt. Von der Duisburger Stadtgrenze aus führt die vorgeschlagene Trasse in nordwestlicher Richtung in Richtung Innenstadt und Bahnhof Moers.

 Thorsten Kamp (Stadt Moers), Bürgermeister Christoph Fleischhauer, Ahmed Karroum und Maximilian Schmitten (beide Straßen NRW) betrachten Pläne für den RS1.
Thorsten Kamp (Stadt Moers), Bürgermeister Christoph Fleischhauer, Ahmed Karroum und Maximilian Schmitten (beide Straßen NRW) betrachten Pläne für den RS1. Foto: Stadt Moers

Im Rahmen der konkreten Planungen müsse die vorgeschlagene Strecke nun auf verschiedene Punkte hin untersucht und mit möglichen alternativen Strecken verglichen werden, teilte die Stadt Moers mit. „Ziel dieser Phase des Planungsprozesses ist es, eine bestmögliche Qualität der Streckenführung zu erreichen und dabei verschiedene Aspekte wie Auswirkungen auf die Umwelt, technische Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit zu berücksichtigen.“

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Die Stadt Moers ist für den überwiegenden Teil der rund 3,5 Kilometer langen Strecke des RS1 auf ihrem Stadtgebiet als Baulastträger zuständig. Baulastträger und damit zuständig für Planung, Bau und Unterhaltung von Bundes- und Landesstraßen an sogenannten Ortsdurchfahrten sind bei Kommunen mit mehr als 80.000 Einwohnerinnen und Einwohnern die jeweiligen Städte.

Radschnellwegverbindungen sind Landesstraßen gleichgestellt. Der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen (Straßen NRW) ist Baulastträger für Bundes- und Landesstraßen außerhalb von Ortsdurchfahrten sowie in Gemeinden mit geringeren Einwohnerzahlen. Auf der derzeit für den RS1 vorgesehenen Strecke im Stadtgebiet Moers ist Straßen NRW für knapp 400 Meter Strecke entlang von Landesstraßen als Baulastträger zuständig.

Die Stadt Moers wird auf Grundlage der geschlossenen Planungsvereinbarung auch die Planung dieser Streckenteile an der sogenannten Freien Strecke übernehmen. Der Vorteil: Die Planung des RS1 auf Moerser Stadtgebiet komme aus einer Hand und notwendige Abstimmungsprozesse können minimiert werden.

Bürgermeister Christoph Fleischhauer sagte: „Wir sind froh, dass wir nun einen weiteren Schritt bei dieser wichtigen regionalen Radwegeverbindung gehen können. Wir haben bereits beim Bau des Radweges an der Holderberger Straße sehr gut mit Straßen NRW zusammengearbeitet und sowohl Planung als auch Umsetzung übernommen. Hier bietet sich diese erfolgreiche Kooperation erneut an.“

„Es ist sehr sinnvoll, dass das relativ kurze Stück, für das Straßen NRW Baulastträger ist, von der Stadt Moers mitgeplant wird. Denn die Stadt plant ohnehin den insgesamt sehr viel längeren Abschnitt der Ortsdurchfahrt“, erklärte Straßen-NRW-Niederlassungsleiter Ahmed Karroum. „Überall da, wo es sinnvoll ist, kooperiert Straßen NRW auch in Form von Planungs- oder anderen Vereinbarungen mit den betreffenden Kommunen und Kreisen. Die Planung und der Bau verkehrlich wichtiger Maßnahmen kommen durch die vertrauensvolle und enge Zusammenarbeit besser voran und ermöglichen so die notwendige Anpassung der Verkehrsinfrastruktur an die Mobilitätsbedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger.“

Der Radschnellweg Ruhr ist ein zentrales und nachhaltiges Infrastrukturprojekt des Landes Nordrhein-Westfalen im Ruhrgebiet und darüber hinaus. Zwischen Moers, Duisburg, Mülheim an der Ruhr, Essen, Gelsenkirchen, Bochum, Dortmund, Unna, Kamen, Bergkamen und Hamm entsteht eine insgesamt 114 Kilometer lange, leistungsfähige und sichere Verbindung für den Radverkehr mitten durch die Metropolregion Ruhr.

Ursprünglich bildete Duisburg das westliche Ende des RS1. Die Verlängerung um insgesamt 15 Kilometer bis Moers ist möglich, weil der RS1 über die Rheinbrücke Neuenkamp, welche seit 2019 neu gebaut wird, geführt werden kann. Dafür muss auch die bisher geplante Trassenführung auf Duisburger Stadtgebiet angepasst werden.

Die Verlängerung des RS1 in Richtung Westen wurde erst 2021 mit einer Änderung des Bundesfernstraßengesetzes möglich, die es erlaubt Radwege entlang von Autobahnbrücken zu führen. Aufgrund dieser gesetzlichen Änderung können Radfahrende auch zukünftig den Rhein zwischen Duisburg und Moers über die A40-Brücke Neuenkamp überqueren. Dafür wurde bei der Planung der neuen Autobahn-Brücke eigens ein geschützter Betriebsweg berücksichtigt, der neben den Fahrspuren für den motorisierten Verkehr verlaufen und für den Radverkehr freigegeben wird.

Der neue Radweg wird entsprechend der heute aktuellen Standards hergestellt. Mit dem Bau des RS1 in Moers soll voraussichtlich Ende 2025 begonnen werden.

(RP)