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Moers: Publikum entscheidet, wer der Literaturpreisträger 2020 wird

Literatur in Moers : Publikum entscheidet, wer der Literaturpreisträger 2020 wird

Das diesjährige Thema des Moerser Literaturpreises lautet „Im Rückblick“. Moerser Gesellschaft und Volksbank Niederrhein schreiben den Preis seit 1998 aus.

Die Verleihung des Moerser Literaturpreises 2020 am 8. November wird spannend. Zum ersten Mal in der langjährigen Geschichte des Preises entscheidet das Publikum über den besten eingereichten Text. Die sechsköpfige Fachjury wählt aus allen eingesandten Prosa-Arbeiten lediglich drei preiswürdige aus. Die Moerser Gesellschaft zur Förderung des literarischen Lebens hat am Konzept des renommierten Literaturpreises gefeilt.

„Wir möchten dem Publikum die Möglichkeit geben, sich über die Texte auszutauschen und über die Literatur miteinander ins Gespräch zu kommen. Jeder entscheidet für sich selbst, wie ein guter Text geschrieben sein muss“, erläutert Vorsitzende Bozena Badura die Idee.

Ein professioneller Sprecher wird die Beiträge vorlesen, damit die Literaturfreunde nicht womöglich nach Sympathie entscheiden. „Wir suchen den besten Text. Das Schreiben steht im Fokus“, betont Manfred H. Niessen, der von Anfang an der Jury angehört. Eine weitere Neuerung ist die Anhebung der Altersgrenze. Ab diesem Jahr haben junge Autoren im Alter von 20 bis 50 Jahren die Möglichkeit, sich an dem Nachwuchswettbewerb zu beteiligen. Den Preisträgern winken weiterhin drei attraktive Geldpreise von insgesamt 3250 Euro. Das diesjährige Thema lautet „Im Rückblick“: Die Mitglieder der Moerser Gesellschaft zur Förderung des literarischen Lebens sind schon ganz gespannt auf die Beiträge, die die Autoren zu diesem Thema einreichen werden. „Man kann es in alle Richtungen deuten“, findet Vorstandsmitglied Mirella Weber. Es biete den Raum für ganz eigene Interpretationen von Erinnerungen, Gedanken und Gefühlen, um eine Geschichte zu erzählen. „Die Handlung kann ja zum Beispiel in der Zukunft liegen und auf das Heute zurückblicken“, betonte Mirella Weber.

Auch Guido Lohmann, Vorstandsvorsitzender der Volkbank Niederrhein, zeigte sich vom Thema angetan. Seit 1998 fördert die Volksbank den Literaturpreis als einen festen Bestandteil im kulturellen Jahreskalender der Stadt Moers. „Es ist heute wichtiger denn je, die Menschen an das Lesen von komplexeren Texten heranzuführen. Besonders in Zeiten von Facebook“, betonte Guido Lohmann. Einsendeschluss für unveröffentlichte Prosatexte zum Thema „Im Rückblick“ ist am 12. Juli. Preisträger dürfen jeweils die zwei folgenden Jahre nicht am Wettbewerb teilnehmen. Die Texte sollen maximal fünf Seiten betragen und die Autoren ihren Wohnsitz im Kulturraum Niederrhein haben.

Weitere Informationen zum Wettbewerb und über den Veranstalter erhalten interessierte Autoren auf der Homepage der Moerser Gesellschaft zur Förderung des literarischen Lebens im Internet unter www.moersergesellschaft.de. Ein Flyer liegt in allen Geschäftsstellen der Volksbank aus.