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Moers: Projekt „W“ als Impulsgeber für die Stadtkultur.

Kultur in Moers : Projekt „W“ als Impulsgeber für die Stadtkultur

Ende April sind Professor Christoph Rodatz von der Uni Wuppertal und STM-Intendant Ulrich Greb zu Gast.

   Seit dem Jahr 2020 betreibt das Schlosstheater Moers (STM) „Das W – Zentrum für urbanes Zusammenleben“. Gefördert wird das Projekt vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem NRW-Kultursekretariat Wuppertal. Projektpartner des STM sind der Fachbereich Design in Krefeld der Hochschule Niederrhein und der SCI Moers. Standort des „W“ ist das Wallzentrum in der Moerser Innenstadt. Das auf drei Jahre befristete Projekt endet in diesem Jahr.

Neben verschiedenen sozialen, kulturellen und pädagogischen Projekten innerhalb der drei Jahre widmet sich das „W“ in einer sechsteiligen Diskursreihe dem Schwerpunktthema „Kultur und Stadtentwicklung“. Kuratiert und moderiert wird das Diskussionsforum von Professor Nicolas Beucker vom Kompetenzzentrum Social Urban Design der Hochschule Niederrhein. Dazu kommen in jeder Ausgabe weitere Expertinnen und Experten, die zu den diskutierten Einzelthemen ihre jeweiligen Expertisen beitragen.

Angefangen, so berichtete Beucker, hat es im September 2020 mit dem Thema „Utopie und Realität“. Dort ging es um Bauten der 1970er-Jahre, wie beispielsweise dem Wallzentrum, deren Verfall und/oder Verwahrlosung neue Visionen und Transformationen für die Zukunft erfordern. Das zweite Diskussionsthema Anfang 2021 war „Erkunden und Erfahren“ und beschäftigte sich mit der Stadtwahrnehmung. Die dritte Diskursausgabe unter dem Titel „Offene Stadt und Offene Gesellschaft“ im September ging der Frage nach, wie der Stadtraum das soziale Leben beeinflusst. „Miteinander statt nebeneinander – ein Plädoyer für konstruktive Nachbarschaften“ hieß es dann im November vergangenen Jahres. Dabei wurde über nachbarschaftliche Beziehungen, Eigeninitiative und lokale Kulturen diskutiert.

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Bevor im kommenden Sommer die sechste und letzte Diskussionsrunde die Veranstaltungsreihe beschließt, findet am 26. April noch die fünfte Ausgabe unter dem Motto „Kultur und Kontakt – wie Kulturprojekte Möglichkeitsräume erzeugen“ statt. Als Gäste mit dabei sind Professor Christoph Rodatz von der Bergischen Universität Wuppertal und STM-Intendant Ulrich Greb.

Dabei wird vor allem das Theater eine zentrale Rolle in der Debatte einnehmen, weil zum einen Rodatz einst Theaterwissenschaften in Gießen studierte und als Doktorand am Fraunhofer Institut in Darmstadt sich mit Einflüssen Neuer Medien und Technologien auf das Theater befasste und weil zum anderen Grebs Verständnis von Stadttheater immer das eines in der Stadt und für die Stadt sei. Insofern darf man gespannt sein, so Beucker, was die beiden Herren zu berichten haben, wenn es darum geht, wie das Theater konkrete Stadtraumprojekte und Stadtrauminterventionen angeht.

Als kleinen Vorgeschmack darauf sagte Rodatz: „Das Theater hat schon sehr früh öffentliche Räume und Plätze besetzt. Dieses Engagement führt Menschen zusammen und schafft Partizipation. Zugleich transportiert das Wirken im öffentlichen Raum auch Positionen und dient der Projektorientiertheit. Insofern könnte auch das Projekt ‚W‘ als Impulsgeber für die Moerser Stadtkultur dienen.“

Die Veranstaltung „Diskurs V: Kultur und Kontakt – wie Kulturprojekte Möglichkeitsräume erzeugen“ findet statt am Dienstag, 26. April um 19.30 Uhr im Wallzentrum, Neuer Wall 2. Der Eintritt ist frei. Der Einlass erfolgt nach der 2G-Regel (geimpft oder genesen), sofern nichts anderes bekanntgegeben wird.