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Moers: Pattberg-Schüler verbessern durch Technik ihren Lernalltag

Bildung in Moers : Pattberg-Schüler verbessern durch Technik ihren Lernalltag

Schülerinnen und Schüler haben am Projekt „Make Your School“ teilgenommen.

„Make Your School“ war eine Aufforderung an 43 Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Pattberg-Realschule, ihren Schulalltag besser zu machen. Gefragt war die Jahrgangsstufe neun. Und da es sich um ein MINT-Projekt handelte, sollte das Ziel mit Werkzeugen der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, abgekürzt MINT, erreicht werden.

So wurde etwa ein Online-Vertretungsplan erstellt, der auf einer Website für Schüler und Eltern einsehbar ist. Dieser soll für mehr Planungssicherheit im Schultag sorgen. Die Website gibt Auskunft darüber, ob eine Lehrkraft kurzfristig erkrankt oder für einen längeren Zeitraum abwesend ist und welche Fächer ausfallen.

Eine andere Projektgruppe, allesamt Mädchen, erfand einen Toilettenpapierspender für die Mädchentoiletten. Der Spender erkennt durch einen Sensor, wenn das Papier verbraucht wurde und sendet ein Signal an das Sekretariat, damit Nachschub kommt.

Eine weitere eindrucksvolle Erfindung ist die Buchrückgabemaschine. Die Bücher werden auf ein Fließband gelegt, das an einem Scanner vorbei läuft, der den Barcode des Buches erkennt und registriert. Dadurch kommen die Schüler schneller in den Unterricht zurück und verschwenden keine kostbare Zeit bei der Bücherrückgabe.

Auffällig war an der Heinrich-Pattberg-Realschule, dass sich zu 70 Prozent Mädchen für dieses Projekt interessierten. Außerdem besuchten ungefähr die Hälfte der Schülerinnen und Schüler keinen Informatikunterricht und kamen allein durch Fleiß, Kreativität und Unterstützung ihrer Klassenlehrerinnen an ihre Projektideen.

Für die Heinrich-Pattberg-Realschule war es die erste Teilnahme an „Make Your School“. In der Aula gab zusätzlich einen Stand des sogenannten Fab-Lab der Hochschule Rhein-Waal mit modernster Technik. So hatten die Schüler die Möglichkeit mit einem 3D-Drucker zu arbeiten, der sehr teuer ist und daher nicht zur normalen Schulausstattung gehört.

Zur Präsentation der Ergebnisse kamen Bürgermeister Christoph Fleischhauer und der Beigeordnete Claus Arndt. Arndt lud die jungen Leute in den städtischen „Hackerspace“ ein, der jeden Dienstag im „Wohnzimmer“ der VHS stattfindet. Zudem machte der Digitalisierungsexperte auf den Hackday am 23. und 24. März im Rathaus aufmerksam. „Dort können eure guten Ideen weiterentwickelt werden.“