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Moers: Neujahrskonzert in der Enni-Eventhalle

Kultur in Moers : Förster bringt „Rosen aus dem Süden“ mit

In Moers wird es 2022 wieder ein Neujahrskonzert mit den Prague Royal Philharmonics geben. Enni und Volksbank machen es möglich. Was das Publikum erwartet.

Heiko Mathias Förster war die Vorfreude anzumerken, als er am Freitag zusammen mit Enni-Vorstand Stefan Krämer und Volksbank-Vorstand Guido Lohmann das Programm des fünften Neujahrskonzerts in der Enni-Eventhalle am Solimare vorstellte. „Das Konzert in Moers ist ein großer Baustein des Konzertjahres“, sagt der Generalmusikdirektor des Prague Royal Philharmonics. „Die Moerser und wir sind zusammengewachsen. Mit dem Konzert erleben sie den Start in das neue Jahr.“

Wie bei seinen letzten Konzerten, die er unter anderem in der frisch restaurierten Tonhalle in Zürich, in Prag und Berlin gab, rechnete er mit einem Run auf die Karten für den 1. Januar 2022, nachdem das Neujahrskonzert am 1. Januar 2021 dem zweiten Lockdown zum Opfer fiel. „Die Menschen warten auf Konzerte, besonders nach zwei Durstjahren“, stellt der Dirigent und Moderator fest. „Konzerte sind nach wenigen Wochen ausverkauft.“

Damit das auch in der Grafenstadt so ist, hat er das Programm unter das Motto „Rosen aus dem Süden“ gestellt, wie auch der gleichnamigen Walzer von Johann Strauss (Sohn) heißt. „Es ist Musik, die den Menschen besonders am Herzen liegt“, beschreibt Heiko Mathias Förster seine Auswahl. „Es ist Musik aus den Urlaubsländern des Südens, nachdem in den letzten beiden Jahren viel Urlaube in den Süden abgesagt werden mussten.“

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Das Konzert startet mit dem Walzer „Wo die Zitronen blühen“, der 1874 von Johann Strauss auf einer Konzertreise nach Italien komponiert worden war. Neben diesem Walzer und „Rosen aus dem Süden“ gibt das Orchester mit 70 Musikern noch drei weitere Stücke des Walzerkönigs, der von 1825 bis 1899 lebte. Dazu zählt auch der Walzer „An der schönen blauen Donau“, mit dem das Neujahrkonzert traditionell in die Pause geht, so auch bei seiner fünften Ausgabe. Diese Pause ist mit einer halben Stunde länger als sonst, um die Eventhalle kräftig durchlüften zu können. Das ist ein Punkt des umfangreichen Hygienekonzeptes, durch die das jährlich größte Konzert in der Grafenstadt erst möglich wurde, wie durch die beiden großen Sponsoren Enni und Volksbank Niederrhein.

Das Prague Royal Philharmonic hat aber nicht nur Musik des großen Walzerkomponisten aus Wien im Gepäck. Es gibt unter anderem auch das Stück „Frühling“ aus der Oper „Die Sizilianische Vesper“ („I vespri siciliani“) von Guiseppe Verdi zum Besten oder die Ouvertüre der Oper Belisario von Gaetano Donizetti, die zurzeit nur von dem Konzertorchester aus der Goldenen Stadt gespielt wird.

Außerdem begleitet das Prague Royal Philharmonic zweimal Patricia Janecková. Die junge Sopranistin gilt mit ihren 23 Jahren bereits als zukünftiger Star am Opernhimmel. Sie ist nach ihrem Musikstudium bereits fest beim Theater– und Opernhaus in Ostrawa in der Slowakei angestellt. Sie singt beim Neujahrskonzert die Arie „Quel gardo il cavaliere“ aus der Oper „Don Pasquale“ von Caetano Donizetti sowie die Arie der Olympia aus der Oper „Hoffmanns Erzählungen“ von Jacques Offenbach.

Das Konzert ist ein „gesellschaftliches Ereignis“, unterstreicht Guido Lohmann und fiebert diesem bereits entgegen. Auch Stefan Krämer ist die Vorfreude bereits anzumerken. „Heiko Mathias Förster ist ein Meister seines Faches“, erzählt der Enni-Vorstand. „Für mich bekommen die Stücke eine besondere Tiefe, wenn er sie charmant mit Geschichten rund um die Musik anreichert.“