Tag des Wassers in Moers und Kamp-Lintfort Lineg will Abwasser auf PCR testen

Moers-Gerdt · Die Entwässerungsgenossenschaft bringt ihr Zentrallabor auf den neuesten Stand. Sie will so unter anderem ihre Kläranlagen besser im Blick haben, um bei zukünftigen Pandemien in der Zusammenarbeit mit Kommunen schneller reagieren zu können.

Anlässlich des Weltwassertages öffnete die Lineg das Zentrallabor. Hier arbeiten v.l. Dr. Fabian Itzel, Dr. Carmen Gallas und Mariya Georgiev.

Anlässlich des Weltwassertages öffnete die Lineg das Zentrallabor. Hier arbeiten v.l. Dr. Fabian Itzel, Dr. Carmen Gallas und Mariya Georgiev.

Foto: Norbert Prümen

„Die Lebensweise der Menschen spiegelt sich im Abwasser wider“, sagt Mariya Georgiev. „Zum Beispiel lässt sich der Stoff Diclofenac nachweisen, der schlecht abgebaut wird. Er wird bei mittleren Schmerzen und Entzündungen eingesetzt. Zum einen gelangt er ins Abwasser, weil ein menschlicher Körper Diclofenac nicht vollständig aufnimmt und abbaut, sondern einen Teil über den Urin ausscheidet“, erklärt sie und fügt hinzu: „Ein Teil gelangt über die Hände ins Abwasser. Deshalb ist in der Fernsehwerbung einiger Schmerzmittel mittlerweile kurz ein Vlies zu sehen, mit dem Diclofenac aufgetragen wird, damit es nicht mehr direkt mit den Händen in Kontakt kommt.“

 Dieses Foto zeigt  Larven der Köcherfliege.

Dieses Foto zeigt  Larven der Köcherfliege.

Foto: Norbert Prümen