Moers liest Moerser Jugendbuch-Jury ist gestartet

Zum 23. Mal können Moerser Jugendliche und Buchliebhaber wieder eine Auswahl von Jugendbüchern bewerten.

 Das Vorbereitungsteam der Moerser Jugendbuch-Jury stellte am Dienstag die neuen Titel vor.

Das Vorbereitungsteam der Moerser Jugendbuch-Jury stellte am Dienstag die neuen Titel vor.

Foto: Arnulf Stoffel (ast)

„Dieses Jahr gibt es eine große Besonderheit: Es ist das letzte Mal in diesem Format“, verkündet Lena Weingarten zur Eröffnung der 23. Moerser Jugendbuch-Jury (MJJ). Sie ist seit mehreren Jahren Teil des Vorbereitungsteams. Das präsentierte am Dienstag in der Stadtbibliothek die neuen Bücherkisten.

Zehn Stücke davon gibt es wieder. Sie werden an neuen Moerser Schulen übergeben, die zehnte bleibt in der Bücherei. Jede Kiste enthält 20 Jugendbücher. Auch in diesem Jahr hat das Vorbereitungsteam dazu wieder Verlagskataloge durchgewälzt und viel gelesen.

Die Moerser Jugendliche, die das Team bilden, machen diese Arbeit ehrenamtlich. Im Oktober waren sie erneut bei der Frankfurter Buchmesse, um dort mit den Jugendbuchverlagen ins Gespräch zu kommen. Die Zusammenarbeit mit den Verlagen ist wichtig, denn die stellen der MJJ die Bücherkisten mit den ausgewählten Titeln zur Verfügung. In diesem Jahr beträgt das Finanzvolumen der Bücher rund 3250 Euro.

Mit der Vorstellung der Titelliste startete am Dienstag die 23. Ausgabe der MJJ. Rund 250 Liebhaber der Jugendliteratur haben nun bis zum 26. Februar Zeit, die Bücher an den teilnehmenden Schulen oder in der Stadtbibliothek auszuleihen, sie zu lesen und einen Bewertungsbogen dazu auszufüllen. Am 24. April wird der Siegertitel auf der Abschlussfeier bekannt gegeben. Lena Weingarten betont, dass nicht nur Jugendliche bei der MJJ mitmachen können: „Wir haben die Altersgrenzen geöffnet. Jeder kann mitlesen.“

Neu ist in diesem Jahr außerdem, dass die 20 ausgewählten Bücher nicht nur Neuerscheinungen sind. Zur Hälfte bestehen die diesjährigen Bücherkisten aus früheren Siegertiteln der MJJ. Darunter sind Geschichten, die mittlerweile zu den Klassikern der Jugendliteratur gehören, beispielsweise Cornelia Funkes „Tintenherz“.

Ab dem nächsten Jahr soll die MJJ dann in einem neuen Format ablaufen. Das wird ebenfalls bei der Abschlussfeier am 24. April nächsten Jahres vorgestellt. „Wir haben angedacht, dass wir die Titelliste auf 10 verkürzen“, verrät Projektleiterin Claudia Knust aber jetzt schon. „Und wir wollen den Bewertungsbogen abschaffen. Die Teilnehmer sollen sich auf andere Art mit dem Buch auseinandersetzen.“ So solle die MJJ moderner werden und eine neue Zielgruppe erreichen. „Unser Anspruch ist es, mehr Leute – und auch neue Leute – mit dem Thema Buch in Verbindung zu bringen“, erklärt Jakob Rittinghaus aus dem Vorbereitungsteam.

Wer bei der aktuellen MJJ mitmachen möchte, kann sich dazu in der Stadtbibliothek Moers, Wilhelm-Schroeder-Straße 10, anmelden.

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