Moers: Kirchenkreissynode diskutiert über künftige Einsparungen

Religion in Moers : Kirchenkreissynode diskutiert über künftige Einsparungen

Am 14. und 15. Juni tagt in Rumeln-Kaldenhausen die Synode, das Parlament, des Kirchenkreises Moers. Rund 140 Abgeordnete aus den 28 evangelischen Kirchengemeinden von Alpen bis Friemersheim werden ihre gemeinsame Tagung in der Evangelischen Kirche, Friedhofallee, um 17 Uhr mit einem Abendmahlsgottesdienst beginnen.

Der nächste Tag beginnt um 8.30 Uhr im benachbarten Gemeindehaus. Dabei wird internationaler Besuch erwartet: Christen aus der Presbyterianischen Kirche in Ruanda und aus Christlichen Kirche Mitteljava-Nord (GKJTU) sind zu Gast. Mit beiden Kirchen pflegt der Kirchenkreis Moers eine langjährige Kirchenpartnerschaft.

Hauptthema der zweitägigen Synodaltagung wird der so genannte Perspektivprozess sein. Hintergrund: Auf kreiskirchlicher Ebene werden viele Dienste verrichtet, die die Gemeinden nicht allein oder nur gemeinsam leisten können, beispielsweise Erwachsenenbildung, Gehörlosenseelsorge, Diakonie und so weiter. Die Presbyterien der einzelnen Gemeinden haben sich während der vergangenen Monate intensiv mit der Bedeutung der Arbeitsgebiete des Kirchenkreises auseinandergesetzt und wollen dies nun übergemeindlich bei der Synode in Rumeln-Kaldenhausen tun, um zu überlegen, welche Tätigkeiten auch in den nächsten Jahren noch vorgehalten oder erweitert werden sollen, welche abgebaut werden können oder welche Tätigkeiten oder Bereiche neu aufgebaut werden.

Den Überlegungen liegt die Prognose zugrunde, dass der Kirche künftig weniger Geld zur Verfügung stehen wird, weil weniger Menschen getauft werden als sterben und weniger Kirchensteuermittel zur Verfügung stehen werden, wenn es in Zukunft weniger Kirchenmitglieder gibt. Konkrete Entscheidungen hierzu sieht die Tagesordnung aber nicht vor. Diese sollen während der Herbsttagung im November getroffen werden.

Die Synode tagt öffentlich, Besucher sind willkommen.

(RP)
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