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Moers, Kamp-Lintfort, Neukirchen: Diese Geschäfte öffnen am Montag

Einzelhandel in der Grafschaft : Ein weiterer Schritt in die Normalität

Große Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von über 800 Quadratmetern dürfen ab Montag öffnen, wenn sie die Verkaufsfläche begrenzen. Welche Geschäfte öffnen in der Moerser Innenstadt?

In NRW will man ab Montag einen weiteren Schritt in Richtung Normalität gehen. Mit einem neuen Erlass dürfen dann alle Geschäfte öffnen – vorausgesetzt, sie begrenzen ihre Verkaufsfläche auf maximal 800 Quadratmeter. Auch Saturn Moers will am Montag wieder für die Kunden öffnen. „Wir werden die 800 Quadratmeter große Verkaufsfläche mit Flatterband begrenzen. Die Fluchtwege müssen ja auf jeden Fall frei bleiben“, so Geschäftsführer Jörg Lütke Erdmann. Die Kernöffnungszeit werde man verkürzen – montags bis freitags können die Kunden von 10 bis 18 Uhr den Elektronik-Fachmarkt betreten. Das Modehaus Braun wird ebenfalls am Montag ab 9.30 Uhr seine Türen öffnen. Die C&A-Filiale auf der Steinstraße hingegen werde am Montag noch nicht öffnen, hieß es am Freitag auf Nachfrage der RP. Weitere Auskünfte zu einem möglichen Öffnungstermin könne man zum jetzigen Zeitpunkt nicht erteilen. Auch bei der Pressestelle von H&M konnte keine konkrete Aussage gemacht werden. „In den Bundesländern, in denen wir die Gesamtverkaufsfläche in unseren Geschäften auf den Richtwert von 800 Quadratmeter minimieren können, tun wir dies auch“, hieß es. „Wir bitten um Verständnis, dass wir aufgrund der so dynamischen Entwicklungen keine Auskunft zu den einzelnen Standorten geben können, an denen wir eröffnen.“

Kleinere Geschäfte konnten bereits am Montag wieder öffnen. Achim Reps von der ISG Moers blickt zufrieden auf die erste Woche zurück: „Alle sind froh, dass die Geschäfte wieder öffnen konnten, die Stimmung in der Innenstadt ist gut. Die Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen ist reibungslos gelaufen.“ Aber dennoch würden auch Sorgen und Ängsten weiter mitspielen, gerade mit Blick auf die Gastronomie. „Man muss abwarten, wie es weiter geht. Man darf nicht vergessen, dass viele Menschen finanziell gerade schlecht aufgestellt sind, da überlegt der ein oder andere sich den Einkauf zweimal.“ Gemeinsam mit seiner Frau Christine betreibt er das „Villa Wölkchen“ auf der Fieselstraße. „Jeder Tag bringt neue Herausforderungen mit sich“, so Christine Reps. „Die Kunden waren aber sehr nett und vorsichtig, alle haben sich an die Regeln gehalten. Wir sind zufrieden.“ Besonders der Montag sei sehr gut gelaufen.

Auch Jan-Christian Schneider, zweiter Vorsitzender des Werberings Neukirchen-Vluyn, bestätigt eine gute Stimmung: „Ein Monitoring mit allen Mitgliedern im Werbering haben wir nicht durchgeführt, aber alle mit denen wir gesprochen haben, sind froh, wieder für die Kunden da sein zu können.“ Auch der Mundschutzpflicht sehe man gelassen entgegen. „Wir gut aufgestellt, viele Geschäfte halten Mundschutzmasken für Kunden bereit, die vielleicht keine eigene dabei haben.“ Es sei deutlich merkbar, dass die Straßen wieder belebter sind.

In Kamp-Lintfort hatten spätestens am Dienstag wieder alle Geschäfte mit einer Ladenfläche bis 800 Quadratmetern geöffnet. „Nur C&A, Lintforter Kaufhaus und Sportpalast blieben bislang geschlossen“, berichtet Bettina Reiner, Geschäftsführerin der Werbemeinschaft. „Alle Geschäftsinhaber hatten sich gut auf die Wiedereröffnung vorbereitet – mit Spuckschutzwenden, Abstandsmarkierungen vor den Läden und Desinfektionsmitteln.“ Dennoch bekommt Reiner immer wieder Bauchgrummeln, wenn sie in der Fußgängerzone unterwegs ist. „Man hat das Gefühl, als wäre vorher nie etwas gewesen“, berichtet sie. „Während die Einzelhändler sich bemühen die Schutzvorkehrungen umzusetzen, halten viele Kunden keinen Abstand zueinander.“ Die Verunsicherung der Einzelhändler sei zurzeit außerdem sehr groß: „Es gibt ja nur Empfehlungen, die jede Stadt anders umsetzt. Viele fragen sich: Was gilt jetzt für uns?“