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Moers: Jungbornpark im Weihnachtsglanz

Weihnachtsmarkt Repelen : Weihnachtsstimmung am Musikpavillion

Estmals fand der Repelener Weihnachtsmarkt nicht auf dem Vorplatz der Dorfkirche statt, sondern im Jungbornpark. Die Veranstalter hatten so die Möglichkeit, den Markt weitläufiger zu gestalten.

„Klein, aber fein“, so wird der alljährlich zum ersten Adventssamstag auf dem Vorplatz der evanglischen Dorfkirche stattfindende Repelener Weihnachtsmarkt gerne genannt. Mit Recht. Klein und fein ist er geblieben, doch diesmal fand er zum ersten Mal nicht vor der Kirche, sondern rund um den Musikpavillon im benachbarten Jungbornpark statt. „Wir wollten den Markt wegen Corona einfach ein bisschen weitläufiger gestalten. Der Kirchplatz ist ja doch ziemlich eng“, begründete die Vorsitzende des veranstaltenden Vereins „Repelen aktiv“ Traute Olyschläger-Ohlig die Neuerung.

Aus dem gleichen Grund habe man auch die Anzahl der Stände in diesem Jahr auf nur 14 beschränkt. Das betraf in diesem Fall vor allem die privaten Stände mit weihnachtlichen Kreativangeboten. Dennoch konnte, wer jetzt noch nach hübschen, weihnachtlichen Dekorationen oder vielleicht nach ein paar kleineren Geschenken suchte, auch diesmal wieder ausreichend fündig werden. Nach wie vor in gewohnter Zahl vertreten waren dagegen die kulinarischen Stände, wie zum Beispiel der Grillstand des örtlichen Sportvereins VfL Repelen, der Glühweinstand von „Repelen aktiv“ und natürlich der des Felkevereins, an dem die Besucher, wie schon in den letzten Jahren, wieder eine deftige Portion Grünkohl mit Mettwurst genießen konnten. Letzteres taten sie übrigens so ausgiebig, dass um 17 Uhr bereits alle Töpfe leer waren. Dagegen standen vor einem benachbarten Stand, an dem Orangenpunsch angeboten wurde, die Leute um diese Zeit noch in langen Warterschlangen.

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Natürlich gab es zu all dem auch diesmal wieder ein stimmungsvolles Unterhaltungsprogramm. Eröffnet wurde es um 15 Uhr im Pavillon von den beiden Repelener Schwestern Anja und Chantal Vogelsberger mit weihnachtlicher Musik und Adventsgeschichten. Danach bot das Blechbläser-Quintett unter der Leitung von Dirk Wittfeld eine Auswahl an swingenden Christmess-Melodien, und anschließend lud der Repelener Posaunenchor unter Michael Wittfeld nach alter Tradition wieder zum Mitsingen von altbekannten Weihnachtsliedern ein. Die erklangen zwar wegen der von fast allen Besuchern getragenen Mund-Nase-Schutzmasken diesmal nicht ganz so vehement wie gewohnt, verbreiteten aber dennoch rund um den Pavillion eine schöne weihnachtliche Atmosphäre. „Es ist einfach toll, wie viele Menschen auch in diesem Jahr wieder den Weg zu unserem Weihnachtsmarkt gefunden haben“, freute sich die Vorsitzende des örtlichen Felke-Vereins Christa Wittfeld. „Ich denke, alle sehnen sich inzwischen wieder nach ein bisschen Gemeinsamkeit.“ Das könnte stimmen.

Der „kleine, aber feine“ Repelener Weihnachtsmarkt war in der Tat an diesem Samstag trotz seiner örtlichen Verlegung mindestens ebenso gut besucht wie auf dem Dorfkirchenvorplatz in den Jahren zuvor. Offenbar haben die kleinen Weihnachtsmärkte in Moers und den umliegenden Städten auch schon vor der Corona-Zeit zunehmend an Beliebtheit gewonnen. So waren deren Freunde unter anderem an diesem Samstag zwischen 15 und 19.30 Uhr ebenfalls zu einem eher intimen Adventsmarkt mit allerlei selbst gebasteltem Weihnachtsschmuck vor und einem stimmungsvollen musikalischen Auftakt mit der Sängerin Ulrike Teervort in die evangelische Friedenskirche in Moers-Utfort eingeladen.