Moers: Jugendliche experimentieren mit Medien

Bildung in Moers: Jugendliche experimentieren mit Medien

Programmieren, codieren, animieren und zeichnen - auf dem iPad, mit dem Computer oder dem Handy: Darum ging es bei den zweiten Jugendmedientagen in Moers. In acht verschiedenen Workshops, organisiert vom Kinder- und Jugendbüro der Stadt und der Drogenhilfe der Grafschafter Diakonie, konnten sich rund 120 Kinder und Jugendliche mit dem Thema „Medien“ auseinandersetzten.

„Uns ging es nicht darum, den Kindern vorzuhalten, was sie dürfen und was nicht. Wir wollten, dass sie sich auf kreative und selbstständige Weise mit Medien beschäftigen“, erklärt Mark Bochnig-Mathieu vom Kinder- und Jugendbüro.

Themen wie Rechte, Grenzen und Möglichkeiten der Technik konnten die Kinder und Jugendlichen in unterschiedlichen Einrichtungen erleben. Sie bauten unter anderem unter Anleitung sogenannte „Ozo Bot‘s“ und programmierten diese. In anderen Workshops erstellten sie Modelle aus Blöcken im Spiel „Minecraft“, die sie anschließend mit einem 3D-Drucker real werden ließen. „Schön wäre es natürlich, wenn sich daraus nachhaltige Projekte entwickeln“, sagt Mark Bochnig-Mathieu.

Ein Medientag für Fachkräfte rundete das Programm ab. Multiplikatoren aus allen Arbeitsfeldern - Kitas, Schulen, Beratungsstellen und Einrichtungen für Kinder und Jugendliche – haben sich ebenfalls mit der Mediennutzung auseinandergesetzt.

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Nach Diskussionsrunden kam es zu unterschiedlichen praxisorientierten Workshops. Die Fachkräfte konnten Impulse für die eigene Arbeit sammeln. Ein Highlight war die Ergebnisvorstellung der Jugendmedientage: Es stellte sich heraus, dass viele Angebote auch mit wenig Mitteln in nahezu jeder Einrichtung möglich sind. „Wir wollten darstellen, wie Projekte umgesetzt werden können und für mehr Vernetzung der Akteure sorgen.

So kann das Netzwerk Moerser Medien weiter wachsen und es entstehen neue Kooperationen“, fasst Britta Dietrich-Aust von der Grafschafter Diakonie zusammen. Das Projekt wird auch im kommenden Jahr noch vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

(RP)
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