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Moers: Jugendbuch-Jury kürt die besten Titel

Kulturelle Bildung in Moers : Jugendbuch-Jury kürt die besten Titel

Künftig sollen sich die Jugendlichen mit unterschiedlichen Medien befassen. In dieser Runde hat das Team eine erste Neuerung eingeführt, um auch Nichtleser an das Projekt heranzuführen.

Leseförderung trotz Corona: Die Abschlussfeier der Moerser-Jugendbuch-Jury (MJJ) musste zwar in diesem Jahr ausfallen, aber die Jugendlichen haben trotzdem den besten Titel gekürt. Den ersten Platz hat „Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen“ der deutschen Autorin Ava Reed belegt. Sie beschreibt in der Liebesgeschichte das ernste Thema psychische Krankheiten aus einer sehr persönlichen Sichtweise. „Da wir keine Party veranstalten konnten, haben wir uns etwas Digitaleres überlegt, um den Büchern gerecht zu werden. Wir haben die Titel in Szene gesetzt“, erläutert Carolin Wallraven, Mitglied des jungen Vorbereitungsteam der Jugendbuch-Jury So sind Fotos und Kunstwerke entstanden, die sich mit den Inhalten der Titel auseinandersetzen. Alle 20 Bücher, die in dieser Lesesaison zum Zuge gekommen sind, finden sich in einer selbstgemachten Zeichnung wieder.

Vorangegangen war wie in jedem Jahr des jungen Buchpreises die Bewertung der 20 vorab ausgesuchten Titel durch Schülerinnen und Schülern von acht weiterführenden Schulen. Fast 150 Teilnehmende ab zwölf Jahren haben mitgelesen und per Fragebogen über die Platzierung entschieden.

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Sieben Jugendliche haben es geschafft, alle 20 Titel zu lesen. „Sie werden noch in diesem Jahr eingeladen und geehrt“, verspricht Carolin Wallraven. In dieser Runde hat das Team eine Neuerung eingeführt, um auch Nichtleser an das Projekt heranzuführen. In Zusammenarbeit mit der Moerser Fotografin und Designerin Andrea Zmrzlak ist ein Projekt entstanden, in dem sich die jungen Leute ebenfalls künstlerisch mit ihren Lieblingsbüchern auseinandersetzen. Die Eröffnung der dazu gehörenden Ausstellung ist am 13. November geplant. Für die Zukunft der Moerser Jugendbuch-Jury sind noch weitere Neuerungen geplant. „Nach 23 Jahren Tätigkeit merken wir, dass mehr nötig ist als nur die Bücher zu bewerten“, erläutert Claudia Knust von der Bibliothek Moers. Sie unterstützt das Projekt seit dem Start. Künftig sollen sich die Jugendlichen mehr mit unterschiedlichen Medien, wie Film, Foto oder anderen digitalen Formate befassen.

Geblieben ist nach über zwei Jahrzehnten guter Arbeit die Unterstützung der Kinder- und Jugendbuchverlage. Sie stellen jede Saison kostenlos die Leseexemplare für die Schülerinnen und Schüler zur Verfügung. „Dafür sind wir sehr dankbar. Ohne diese Unterstützung könnte die Moerser Jugendbuch-Jury nicht durchgeführt werden. Unser Dank gilt auch den Sponsoren, den Lehrerinnen und Lehrern und natürlich den Schülerinnen und Schülern“, so Knust abschließend. Die Moerser Gesellschaft zur Förderung des literarischen Lebens, die Sparda-Bank West sowie die Buchhandlungen Barbara und Thalia unterstützen die Jugendbuch-Jury. Weitere Informationen im Internet unter www.moers.de