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Moers: IHK - Die Zuversicht der Betriebe schwindet

Wirtschaft und Handel in Moers : IHK – Die Zuversicht der Betriebe schwindet

300 Betriebe haben sich an einer Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer beteiligt. Jedes dritte Unternehmen am Niederrhein rechne damit, dass das Geschäft schlechter läuft. Unter anderem der Krieg in der Ukraine sorge für Unsicherheit.

Die Unternehmen am Niederrhein sind besorgt: Gestörte Lieferketten, hohe Rohstoffpreise und die unsichere Energieversorgung wirken sich immer stärker auf das Business aus. Zwar machen viele noch gute Geschäfte, oft stockt jedoch die Produktion und die Lager sind übervoll. Wegen der unklaren Lage investieren die Betriebe weniger und meist nur kurzfristig. Anders sieht es bei den Beschäftigten aus. Hier zählt für die Unternehmen: Know-how halten, denn gute Fachkräfte sind Mangelware.

„Mit dem Rückgang von Corona hätte es jetzt deutlich bergauf gehen können. Neue Risiken wie der Krieg in der Ukraine, geschlossene Häfen in China oder schnell steigende Preise lassen unsere Unternehmen allerdings weiter auf Sicht fahren“, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Dietzfelbinger mit Blick auf eine Konjunkturumfrage, an der sich 300 Betriebe mit rund 45.000 Beschäftigten beteiligt haben. Die Zuversicht der Betriebe schwinde merklich. Jedes dritte Unternehmen am Niederrhein rechne damit, dass das Geschäft schlechter läuft. Der Konjunkturklimaindex falle unter das langfristige Mittel. Er liegt jetzt bei 99 Punkten – zwölf Punkte tiefer als zu Jahresbeginn. „Nur in der Finanzkrise 2009 und am Anfang der Corona-Pandemie hatten wir schlechtere Werte“, unterstreicht Dietzfelbinger.

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„Aktuell sorgt vor allem das Kaufverhalten unserer Konsumenten noch für gute Geschäfte im Handel. Das kann sich aber ändern, wenn Lebensmittel und Energie immer teurer werden.“ Mit diesen Unsicherheiten seien die Erwartungen an die Politik groß. „NRW muss noch schneller modernisiert werden. Hier am Niederrhein, Deutschlands Energieregion Nummer Eins, setzen wir auf Innovationen. Ein Beispiel ist Wasserstoff in der Stahlproduktion. Für den Ausbau brauchen wir ein gutes Pipelinesystem, ausreichende Flächen und zügige Genehmigungen. Wir benötigen ein Bündnis, das diese Transformation fördert und begleitet“, fordert Dietzfelbinger.

Die Niederrheinische IHK vertritt das Gesamtinteresse von rund 70.000 Mitgliedsunternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen in Duisburg und den beiden Kreisen Wesel und Kleve. Sie versteht sich als zukunftsorientierter Dienstleister und engagiert sich als Wirtschaftsförderer und Motor im Strukturwandel. Die Hauptgeschäftsstelle der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer hat ihren Sitz in Duisburg.

(RP)