Moers: Hobby-Fotograf gibt Einblicke  in Gottes Schöpfung

Kultur in Moers : Hobby-Fotograf gibt Einblicke in Gottes Schöpfung

Wo sonst  kahle Wände den schlichten Gottesdienstbetrieb einrahmen, zeigen sich jetzt in der Repelener Dorfkirche neunzehn Fotografien von Martin Lux. Bis zu dem Ende der Sommerferien  zeigt der 79-jährige Repelener Pensionär in der Ausstellung  „Schöpfung Gottes – Natur“ Bilder, die er in den vergangenen Jahrzehnten in verschiedenen Regionen und Ländern der Welt gemacht hat.

Die Bilder zeigen Landschaften und besondere Naturmomente unter anderem vom Niederhein, aber auch aus Holland, Schleswig-Holstein und zuletzt Norwegen. „Da war ich vor einem Monat. Ich wollte unbedingt da das Polarlicht einmal sehen“, erzählte der passionierte Fotograf. „Bei der gebuchten Nachtfahrt hat es nicht geklappt, einen Tag später auf dem Schiff dann doch.“

Der Leidenschaft Fotografie geht der gebürtige Schlesier und gelernte Maurer seit seiner Kindheit nach. „Damals – so 1954 – hatten wir kein Geld. Da gab es einfache agfa-Boxen für 9,90 Mark“, erinnerte er sich.

Selbst würde er sich nie als Künstler sehen, sondern „als einer, der ´ne Macke hat und zu viele Bilder produziert.“ Landschaften, „die geben mir was. Mich fasziniert das Licht, dass morgens so anders ist als am Abend, und die Schönheit.“ Er freue sich, dass die Bilder „an so einem ehrwürdigen Ort“ zu sehen sind.

Auch Ausstellungsleiterin Farah Otten zeigte sich mit der eher „zusammengewürfelten Auswahl“ (Lux) der Bilder zufrieden: „Die Farben gefallen – und einfach das, was sie zeigen.“ Der Kontakt sei über Pfarrer Uwe-Jens Bratkus-Fünderich zustandegekommen. „Da war sofort klar: Das machen wir.“ Das wichtigste Kriterium sei gewesen, dass „die  Natur in irgendeiner Form zur Kirche passen“ sollte.

Die Besucher der Ausstellungseröffnung reagierten positiv. „Ich hab sofort für die Rheinbrücke votiert – das ist ein Stück Niederrhein. Das geht ein bisschen tiefer“, fand Hans Albrecher Meyer-Stoll ansonsten „die Bildsprache ein bisschen allgemein.“ Dagegen erfreute sich Herbert Jorissen an „den Farben, den Ausdruck, der Stil - wunderbar.“

Die nächste Veranstaltung in der Dorfkirche findet am 19. Mai statt. Dann wird der „Sternenstaubchor“ aus Duisburg unter der Leitung von Thomas Bremser ein Konzert“ geben.

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