Programm für Grundschulkinder Moers hat 380 neue „Kulturstrolche“

Moers · Jungen und Mädchen aus Moerser Grundschulen lernen in Projekten Kultureinrichtungen und Kulturschaffende kennen. Möglich machen es das NRW Kultursekretariat Wuppertal und das Kulturbüro Moers. Warum das Projekt wichtig für die Kinder ist.

 Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Schulen, des Kulturbüros und der Stadtverwaltung freuen sich über den Start der „Kulturstrolche“.

Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Schulen, des Kulturbüros und der Stadtverwaltung freuen sich über den Start der „Kulturstrolche“.

Foto: Stadt Moers

Mit dem Schuljahr 2023/24 startet ein neuer „Zyklus“ mit rund 380 „Kulturstrolchen“ von sechs Moerser Grundschulen, die erstmals an diesem Programm teilnehmen: Grundschule Hülsdonk, Gebrüder-Grimm-Schule, Grundschule Eick, Waldschule Schwafheim, Regenbogenschule Meerfeld und Uhrschule Meerbeck.

„Kulturstrolche“ ist ein Förderprogramm des NRW Kultursekretariats Wuppertal, um Kindern kostenlos Zugang zu Kultur zu verschaffen. „Das Projekt bringt für die Kinder Kultur auf die Landkarte. Dadurch können sie ihre Stadt und ihre kulturellen Angebote entdecken“, sagte der Erste Beigeordnete und Kulturdezernent Wolfgang Thoenes.

Bis zum Ende ihrer Grundschulzeit vor den Sommerferien 2026 entdecken die „Kulturstrolche“ in je einem Projekt pro Schulhalbjahr unter anderem das Grafschafter Museum, den Musenhof, das Schlosstheater Moers und das Stadtarchiv. Zudem lernen sie freie Kunstschaffende wie den Beatboxer Carlos Howard, die Tanzpädagogin Andrea Hedding die und Hörfunk-Journalistin Monika Hanewinkel kennen.

„Die Projekte hören sich alle vielsprechend an“, freute sich Nicole Fleck-Hell, Rektorin Grundschule Hülsdonk. Für viele Kinder könne das Projekt ein guter Startschuss sein, sind sich die Beteiligten einig. „Es ist ein großer Gewinn für die Kinder, sich in dem Bereich weiterbilden zu können. Eine Möglichkeit, die sie durch das Elternhaus oft nicht haben“, sagte Barbara Niephaus, Rektorin der Uhrschule. Ein weiterer Vorteil: Die Kinder sind nicht nur Zuschauerinnen und Zuschauern, sondern erfahren mehr über den Kulturbetrieb. „Das Besondere ist der Blick dahinter, den wir bei normalen Unterrichtsbesuchen nicht haben“, so Meike Julius, Rektorin der Gebrüder-Grimm-Schule in der Innenstadt.

Seit 2020 hatten bereits 300 Kinder die Gelegenheit teilzunehmen. Das Programm ermöglicht Kindern vom zweiten bis zum vierten Schuljahr freien Zugang zu verschiedenen Kunstsparten. Dafür stellt das NRW-Kultursekretariat jährlich maximal 5500 Euro für die teilnehmende Kommune zur Verfügung.

Das Kulturbüro Moers stockt diese Fördersumme nach Bedarf auf und übernimmt Antragstellung, Verwendungsnachweis, Kommunikation zwischen Schule und künstlerischer Projektleitung und konzipiert zusammen mit den Kulturpartnern die Projekte. So entstehe ein Netzwerk aus Grundschulen, Kultureinrichtungen und lokalen Kunstschaffenden.

„Die ‚Kulturstrolche‘ sind ein wichtiger Baustein für die kulturelle Bildung von Kindern in Moers“, erklärte Katja Roters vom Kulturbüro Moers, das auch andere Programme der Kulturellen Bildung in der Stadt koordiniert.

(RP)
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