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Demnächst soll es noch mehr in Moers geben Geocacher planen Touren zu Geheimverstecken

MOERS · 15 Personen gingen auf digitale Schnitzeljagd um das Moerser Schloss, die meisten davon zum ersten Mal. Sie suchten an der Skulptur von Hektors Abschied von Andromache, welche Tiere in den Haaren des Kopfes zu sehen sind, der auf seinem Schild abgebildet ist.

 Die Geocaching-Kennenlern-Runde vor dem Schloss.

Die Geocaching-Kennenlern-Runde vor dem Schloss.

Foto: Christoph Reichwein (crei)

Sie schauten, an wie vielen Punkten die Bronzeplatte auf dem Denkmal von Parkplaner Maximilian Weyhe befestigt war, bevor diese entwendet wurde.

Oder sie fanden schließlich heraus, auf welches Gebäude die Büste des bekannten Pädagogen Adolph Diesterweg blickt. Am Ende bekamen sie sechs Buchstaben für ein Lösungswort heraus, das sie im Moerser Schloss in ein Logbuch eintrugen.

Angeleitet wurden sie von Markus Helmich und Rüdiger Kohl, die zum ersten Geocaching-Kennenlernen im Moerser Schlosspark eingeladen hatten. „Wer Lust auf Bewegung und Suche hat, ist beim Geocaching richtig“, beschrieben sie das „Abenteuer, spielerisch die Moerser Vergangenheit mit ihren Facetten“ zu entdecken. Sie haben diese digitale Schnitzeljagd für den Schlosspark geplant, ausgearbeitet und als Broschüre drucken lassen. Dabei verzichteten sie auf „geheime Verstecke“ oder „verborgene Behältnisse“, wie sich das englische Wort „caches“ übersetzen lässt.

„Normalerweise sind am geologischen Punkt kleine Behältnisse versteckt, zum Beispiel Filmdosen oder Rohlinge für PET-Flaschen, die noch nicht aufgeblasen sind“, berichtete Kohl. „Sie sind nicht sofort zu sehen. Die Geocacher haben sie zu suchen. Die Stadt hat befürchtet, bei der intensiven Suche könnten Geocacher Denkmäler beschädigen. Deshalb haben wir keine Behältnisse versteckt.“

Schließlich sei der Punkt gar nicht ganz genau zu bestimmen, der zum Beispiel bei der Diesterwegbüste N 51°26.885, E 006°37.537 lautet. Der Hintergrund: ein GPS-Wandernavigationsgerät hat nur eine Genauigkeit von drei Mal drei Meter, ein neues Smartphone eines von sieben Mal sieben.

Zurzeit arbeiten die beiden Geocacher eine große Moerser Tour aus, verrieten sie bei der Kennenlerntour. Diese solle wieder „Kultur, Geschichte und Spaß“ verbinden. „Bei der Entdeckertour um das Moerser Schloss haben wir mehrmals mit dem Museum gesprochen, ob alle Facetten richtig sind, die wir zusammengetragen haben“, berichtete Helmich.

Die beiden Geocacher denken auch darüber nach, ein Geocaching für die Landesgartenschau 2020 in Kamp-Lintfort auszuarbeiten, erzählten sie. Eine konkrete Planung gebe es aber noch nicht. „Zurzeit gibt es nur eine Tour in Wachtendonk und die Moerser Entdeckertour um das Schloss. In anderen Ländern ist das Geocaching bekannter, zum Beispiel in den Niederlanden.“

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