Unternehmen in Moers Gasversorgung im Enni-Gebiet ist aktuell gesichert

Moers · Für die Kunden ändere sich trotz Ausrufung einer Frühwarnstufe auf Bundesebene zunächst nichts, teilte der Moerser Versorger am Donnerstag mit. Verbraucher sollten dennoch sparsam mit Erdgas umgehen. In den nächsten Monaten gelte es, sich vom russischen Gas unabhängig zu machen.

 Eine Gasflamme brennt hinter dem Fenster eines Durchlauferhitzers (Themenbild).

Eine Gasflamme brennt hinter dem Fenster eines Durchlauferhitzers (Themenbild).

Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Obwohl das Bundeswirtschaftsministerium für Wirtschaft und Umwelt die Frühwarnstufe ausgerufen hat, ist die Versorgung mit Erdgas aktuell auch im Netzgebiet der Enni Energie & Umwelt Niederrhein sicher. „Für unsere Kunden ändert sich zunächst nichts“, sagte Enni-Geschäftsführer Kai Gerhard Steinbrich am Donnerstag. Es sei aber notwendig, sich vor dem Hintergrund einer verschärfenden Russlandkrise auf „den Fall der Fälle“ vorzubereiten. Aktuell beträfen Maßnahmen der Frühwarnstufe nur die Ferngasnetzbetreiber, die wie Vertreter der Bundesregierung einem Krisenstab angehörten. Von ihrem Ferngasnetzbetreiber habe die Enni das Signal erhalten, dass es aktuell keine Einschränkungen der Lastflüsse gebe und die Versorgung nach aktuellem Stand auch über den Sommer hinaus physikalisch gesichert sei. Steinbrich sieht im Bezug von L-Gas aus den Niederlanden für den Niederrhein zudem einen Vorteil. „Letztendlich wird aber der Gesetzgeber über die Bundesnetzagentur entscheiden, wer im Krisenfall welche Mengen Gas bekommt.“

Sollte es tatsächlich zu einem Lieferausfall oder Lieferkürzungen kommen, werde dies Haushalts- und kleine Gewerbekunden sowie Krankenhäuser oder Pflegeheime, zunächst nicht treffen. „Das ist gesetzlich geregelt. Großkunden mit Abschaltpotential, die nicht in den gesetzlichen Schutz fallen, sind und werden nochmals durch uns informiert.“ Insgesamt gehe es in den kommenden Monaten bundesweit darum, sich vom russischen Gas abzukoppeln und die Gasspeicher voller zu machen. „Wie es Minister Robert Habeck Mittwoch betonte, ist der möglichst sparsame Umgang mit Erdgas das Gebot der Stunde.“

(RP)
Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort