Moers feiert ein Konzert gegen Rechts

Kultur am Niederrhein : Moers feiert ein Konzert gegen Rechts

Am 5. Oktober, werden mit „Kopfecho“ aus Düsseldorf, dem „Horst Hansen Trio“ aus Krefeld, den Xanterner „Black Orchids“, „Singadjo“ aus Köln und der 16-jährigen „Cassmea“ vier Bands und eine Songwriterin auf der Bühne stehen.

  „Moers ist bunt“. Nachdem unter diesem Motto schon im Herbst des vergangenen Jahres ein sehr erfolgreiches „Konzert für Demokratie“ im Moerser Jugendkulturzentrum Bollwerk 107 stattgefunden hat, soll es am 5. Oktober eine zweite Auflage geben. Jetzt stellten das an der Planung und Durchführung beteiligte Bollwerk-Team, die Leiterin des städtischen  Kulturbüros Eva Marxen, Atilla Cikoglu vom Moerser Jugendhilfeausschuss und zwei Vertreter der örtlichen Jugendzentren „Kaktus“ und „Die Box“ das Programm vor.

Die Organsiatoren wollen ein Zeichen gegen Rechts setzen. Foto: Jutta Langhoff

Demnach werden am Samstag, 5. Oktober, mit „Kopfecho“ aus Düsseldorf, dem eigentlich aus fünf Musikern bestehendem „Horst Hansen Trio“ aus Krefeld, den Xanterner „Black Orchids“, „Singadjo“ aus Köln und der 16-jährigen „Cassmea“ insgesamt vier Bands und eine Singer/Songwriterin auf der Bühne für eine bunte musikalische Mischung aus Punk, Jazz, Rock, Latin-Folk-Sound und gefühlvoll-melancholischen Songs sorgen, wobei „Black Orchid“ und „Cassmea“ schon im vergangenen Jahr mit dabei gewesen sind.

Aktualität erhielt das Thema jüngst, als offenbar rechts gerichtete Aktivisten den auf eine Garagenzeile am Parkplatz Mühlenstraße angebrachten Schriftzug „Demokratie stärken“ übermalt hatten. „Die Aktion hat sichtbar gemacht, dass es auch in Moers eine rechte Szene gibt“, erklärte Atilla Cikoglu am Dienstag. „Deswegen ist dieses Konzert so wichtig.“ „Genau“, stimmte Jons Heiner, Kulturreferent des „Bollwerks 107“ vehement zu: „Wir wollen ermöglichen, dass sich die Moerser Bürger und die beteiligten   Aktionsgruppen gegenseitig kennen lernen und miteinander ins Gespräch kommen.“ Die von ihm erwähnten „Aktionsgruppen“ sind neben den musikalischen Darbietungen ein wichtiger zusätzlicher Veranstaltungsbeitrag.

So wird das Moerser Jugendzentrum „Die Box“ mit seiner mobilen Graffiti-Station vertreten sein.  Darüber hinaus wird der bekannte Beatboxer Carlos Howard in einem kleinen Workshop seine kunstvollen Mundrhythmen vorstellen. Außerdem können die Besucher mit den Vertretern des Moerser Modelabels „Hoodhood“ gemeinsam aus alten Kleidungsstücken und Stoffresten neue, schicke Sachen gestalten, und auch der Maler Becker Schmitz wird mit diversen interessanten Kunstaktionen vor Ort beim Konzert sein.

„Wir freuen uns, dass das Konzert vom letzten Jahr in diesem Herbst wieder neu aufgelegt wird. Und dass es so sehr gewachsen ist“, betonte Eva Marxen, die Leiterin des Moerser Kulturbüros, das ebenso wie der örtliche Verein Jugendheime Moers, das Bollwerk 107 und natürlich die beteiligten Künstler dieses zweite Moerser „Konzert für Demokratie“ überhaupt erst möglich machen. „Denn“, so formulierte sie am Ende des Pressegesprächs: „Kulturförderung ist auch Demokratieförderung.“

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