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Moers: Enni startet die Sanierung des Meerbecker Friedhofs

Denkmalgeschützte Trauerhalle : Enni startet die Sanierung des Meerbecker Friedhofs

Der Friedhof, der oft von Vandalen heimgesucht wird, soll ein neues „Gesicht“ erhalten. Unter anderem wird die aus dem Jahr 1953 stammende Trauerhalle erneuert. Ende Oktober beginnen die Arbeiten.

Der Meerbecker Friedhof gehört zu den ältesten der Stadt. Bereits seit dem Jahr 1900 finden Moerser dort ihre letzte Ruhestätte. Jährlich finden an der Lindenstraße etwa 100 Bestattungen statt. Dabei hat die Enni Stadt & Service, die die zehn Moerser Friedhöfe betreibt, mit dem knapp sieben Hektar großen Gelände ihre liebe Not. „Seit Jahren kommt es hier immer wieder zu Vandalismusschäden an den Gebäuden oder es entsorgen Unbelehrbare hier wilden Müll“, erklärt Enni-Vorstand Lutz Hormes.

Nun will das Unternehmen dem Friedhof ein neues Gesicht geben. Im Rahmen des 2017 politisch beschlossenen Friedhofskonzeptes wird die Enni die aus dem Jahr 1953 stammende Trauerhalle umfangreich sanieren und das ehemalige Wohnhaus auf dem Gelände ertüchtigen. So soll das unter Denkmalschutz stehende Gebäude wieder in neuem Glanz erstrahlen – mit Sozial- und Umkleideräumen für die Friedhofsmitarbeiter und einer Dienstwohnung im Obergeschoss.

Die Arbeiten beginnen Ende Oktober und dauern voraussichtlich bis August 2021. „Unser Ziel ist es, ein gefälliges Gesamtbild im Zusammenspiel mit dem Wohnhaus und dem ebenfalls unter Schutz stehenden Eingangstor zu schaffen“, so Hormes, der auch die Dienstwohnung nach Jahren des Leerstands wieder bewohnt sehen will. „Das schreckt hoffentlich ab und sorgt für weniger Vandalismus und wilden Müll.“

Neben der Sanierung der Trauerhalle wird die Enni auch den angrenzenden Nebenräumen – wie den Verabschiedungsräumen und Pastorenräumen – ein neues Erscheinungsbild geben. „Wir werden versuchen, die Nutzung der Trauerhalle während der Arbeiten so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. Zeitweise wird sie aber nur eingeschränkt oder gar nicht zur Verfügung stehen“, bittet Hormes um Verständnis. Im Erdgeschoss des Wohnhauses wird die Enni Umkleideräume mit Wasch- und Duschmöglichkeiten sowie Aufenthalts,- Büro und Abstellräume einrichten. „Wenn wir damit fertig sind, werden wir das Gebäude, in dem die Friedhofsgärtner derzeit ihre Sozialräume haben, abreißen.“

(rp)