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Moers: Einfach mal abwarten

Unsere Woche : Einfach mal abwarten

Liebe Mitmoerser, nach einem halben Jahr „mobiler Bürgerservice“ hat die Stadt Moers eine positive Zwischenbilanz gezogen. Offensichtlich nehmen die Bürger das Angebot an. Die durchschnittliche Auslastung der „Mini-Rathausaußenstellen“ in Repelen, Meerbeck, Kapellen, Schwafheim und Scherpenberg lag in den vergangenen Monaten – seit der Eröffnung im November 2018 – bei 92 Prozent.

Vor allem in Repelen und Kapellen war in den ersten Monaten sehr viel los. Manch einen Im-Vorfeld-Zweifler mag das überraschen. Ob sich die Sache rechnet beziehungsweise der finanzielle Aufwand in Relation zum Nutzen steht, steht selbstverständlich auf einem anderem Antragsformular.

Rund 60.000 Euro muss die Stadt jährlich in den Aufbau der Stadtteil-Servicestellen investieren, hinzu kommen einmalig rund 13.000 Euro für die technische Ausstattung. Zwei Jahre dauert die Testphase. Profiteure sind vor allem Ältere und nicht mobile Menschen. Die Stadt sagt: Meist sind es Leute über 61 Jahre (61 Prozent), die das neue Angebot in Anspruch nehmen. Der Bürgerservice vor Ort ist also in der Tat eine Investition – auch in Bürgernähe und ein positives Verwaltungsimage.

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Dass der Bürgerservice darüber hinaus die publikumsintensivste Dienststelle im Rathaus ist, ist bekannt. Im Raum steht deshalb nach wie vor die Frage ist, ob ein Mehr an Bürgerservice außerhalb des Rathauses für noch mehr Arbeitsbelastung innerhalb des Bürgeramtes sorgt. Davon war vonseiten der Stadt bislang nicht die Rede. Wir warten einfach mal die nächsten eineinhalb Jahre ab.

julia.hagenacker@rheinische-post.de