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Moers: Die Polizei sucht Zeugen von tödlichem Überfall vor Kiosk

Nach Messerangriff vor Kiosk : Polizei sucht Zeugen von tödlichem Überfall in Moers

Der Mann, der am Samstag in Moers getötet worden ist, wurde mehrfach mit einem Messer verletzt und starb an seinen Verletzungen - das ist das Ergebnis einer Obduktion. Etwa 20 Menschen sollen an der Auseinandersetzung auf der Straße beteiligt gewesen sein.

Zwei Tage nach der tödlichen Auseinandersetzung von zwei Gruppen in der Nähe des Moerser Bahnhofs, an der nach aktuellen Erkenntnissen etwa 20 Personen beteiligt gewesen sein sollen, scheint es mehr offene als geklärte Fragen zu geben.

Fest steht nach der am Montagvormittag abgeschlossenen Obduktion allein, dass der Mann, der am Samstagabend vor einem Kiosk auf offener Straße stark blutend zusammenbrach und später im Krankenhaus starb, mit einem Messer getötet wurde. „Der Leichnam weist mehrere Stichverletzungen auf, mindestens einer war definitiv tödlich“, sagte Oberstaatsanwalt Günter Neifer, Sprecher der Klever Staatsanwaltschaft, auf Anfrage dieser Redaktion. „Wir müssen jetzt herausfinden, wer diesen Stich gesetzt hat.“

Laut Staatsanwaltschaft ist das Opfer, dessen Identität am Sonntagabend noch eindeutig geklärt war, ein 23 Jahre alter Mann aus Castrop-Rauxel. Zuletzt, heißt es, sei er ohne festen Wohnsitz gewesen. Er habe sich in der Vergangenheit aber öfter in Moers aufgehalten.

Ein Video, das unserer Redaktion vorliegt, dokumentiert die Auseinandersetzung.

Wie berichtet, hat die Mordkommission Duisburg die Ermittlung aufgenommen. Bereits am Sonntag wurden Haftbefehle gegen vier Verdächtige im Alter zwischen 19 und 27 Jahren erlassen – wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung und Beteiligung an einer Schlägerei. Die Männer aus Moers und Duisburg – alle vier sind laut Staatsanwaltschaft Deutsche, darunter ein Brüderpaar – befinden sich seither in Untersuchungshaft. Es sei aufgrund der unübersichtlichen Situation schwierig zu ermitteln, wer von den vier Personen zugestochen habe, heißt es. Deswegen habe man bisher keinen dringenden Tatverdacht gegen eine bestimmte Person festlegen können.

Die Polizei bittet deshalb um Hinweise aus der Bevölkerung. Zeugen, die Angaben zu flüchtigen Personen und deren Tatbeteiligung machen können oder mit ihrem Smartphone Fotos beziehungsweise Videos von der Auseinandersetzung gemacht haben, sollen sich unter der Rufnummer 0203 280-0 beim KK11 in Duisburg melden.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Überfall am Bahnhof in Moers

(juha)