Moers: Die neue Leiterin des städtischen Kulturbüros war Gast beim Kulturtreffen im Café Lyzeum.

Neue Leiterin des städtischen Kulturbüros : Erstes Salongespräch mit Eva Marxen in Moers

Die neue Leiterin des städtischen Kulturbüros war Gast beim Kulturtreffen im Café Lyzeum.

Die Grafenstadt hat einen Buena Vista Culture Club, der sich regelmäßig im Café Lyzeum in der Volksschule treffen will. Er ist Teil der Kulturarbeit des SCI. Im Angebot des BVCC, so das Kürzel, sind Veranstaltungen wie auch Salongespräche. „Unser Anliegen beim Format Salongespräch ist der Austausch zwischen Kulturinteressierten und Kulturschaffenden, die mit Moers eine Verbindung haben“, erklärte Kulturpädagoge Rüdiger Eichholtz. Geplant ist, Kunstmacher und Kunstschaffende einzuladen, um von ihnen „etwas aus dem Leben zu hören“, so Eichholtz. Gast des ersten Salongesprächs war Eva Marxen, die seit kurzer Zeit das Kulturbüro Moers leitet.

„Mir geht es darum, welche Bedürfnisse und Wünsche Kulturschaffende haben, welche Begegnungen sie sich wünschen“, sagte Marxen. Den passenden Raum für Akteure zu finden, sei eine ihrer Aufgaben, wie auch Veranstaltungen zu organisieren. Marxen ist in der Szene unterwegs, um Trends und Stimmungen einzufangen. Schmerzlich sei daher auch der Verlust des verstorbenen Theaterpädagogen Holger Runge, der immer ein Gespür für Trends gehabt habe, so Marxen.

Eindrücke, wie und wo Kultur laufen könnte, welche Angebote fehlen, lieferte das erste Salongespräch prompt. Moerser Kultur bewege sich auf Inseln, deren Vernetzung Marxen aber wichtig ist. „Ich stelle mir vor, dass Termine bei uns im Kulturbüro angegeben werden und wir durch die Veröffentlichung besser vernetzt werden.“ Angetippt wurde unter anderem die Frage nach interessanten Kinofilmen an besonderen Orten, wo die Vorführung über eine Lizenz geregelt werden könnte. SCI-Geschäftsführer Karl-Heinz Theußen erinnerte daran, dass Moers vor Jahren noch als Stadt mit vielen kulturellen Aktivitäten gehandelt wurde, Nährboden für Impulse und Schmelztiegel von Innovationen gewesen sei. „Ressourcen sind da“, so Theußen. Einig waren sie sich bei der Analyse der Entwicklung darin, dass im Zuge der Veränderung durch digitale Medien das kulturelle Interesse sich verändert habe. Kultur sei für Jugendliche oft wenig präzise. Die Vermittlung von Kreativität, künstlerischer Gestaltung, Theaterarbeit müsse im Kindergarten anfangen, um früh Interesse zu wecken.

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