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Moers: Das Treffen der Jazz-Generationen

Konzert in Moers : Das Treffen der Jazz-Generationen

Der Verein „Kulturprojekte Niederrhein“ holt das David Friedman Quartett nach Moers. Jazz-Fans dürfen sich auf ein Konzert mit Standards und Improvisationen freuen. Das Konzert ist im Gymnasium Adolfinum.

Der Moerser Kulturmacher Rüdiger Eichholtz freut sich über einen gelungenen Coup: „Es kommt ein richtiger Knaller nach Moers“, betont Eichholtz. Der Verein „Kulturprojekte Niederrhein“ präsentiert in Kooperation mit der Moerser Musikschule und dem Gymnasium Adolfinum das David Friedman Quartett. Am Donnerstag, 27. Februar, spielt es um 20 Uhr in der Aula des Gymnasiums Adolfinum in Moers. Das Konzert des renommierten Künstlers wird durch die finanzielle Unterstützung der christlich-jüdischen Gesellschaft ermöglicht.

David Friedman, der mit seinem Generation Quartett in der Grafenstadt zu erleben ist, schreibt seit einigen Jahren nun schon Musikgeschichte. Er hat sich international einen Namen als Vibraphonist, Marimba-Spieler, Komponist und Jazz-Lehrer gemacht. Als Leiter der Jazzabteilung an der Universität der Künste in Berlin hat der gebürtige New Yorker das Berlin der 1990er Jahre zu einem wichtigen europäischen Treffpunkt für Vibraphonisten gemacht. „In seiner Zeit als Professor wurde er nicht nur Mentor, sondern auch kollegialer Freund für junge Künstler wie der Pianistin Clara Haberkamp und dem Schlagzeuger Tilo Weber“, heißt es auf der Homepage des Berliner Jazz-Labels „Malletmuse Records“, das Friedmann und Tilo Weber 2017 gegründet haben.

David Friedmann bringt beide Musiker mit nach Moers. Komplettiert durch den Bassisten Joshua Ginsburg, der sein musikalisches Schaffen erst kürzlich von New York nach Berlin verlegt hatte, wird das Generation Quartett bekannte Jazzstandards wie „Night in Tunesia“ und „Poinciana“ in einer neu arrangierten Fassung interpretieren. Neu entdeckte Klassiker wie „Lucky to be me“ und „Summernights“ sowie Eigenkompositionen Friedmans runden das Programm des Konzertabends ab. „In diesem Generations Quartett versucht sich der Vibraphonist, deshalb nicht etwa im musikalischen Neustart mit drei jungen Musikern. Vielmehr ergänzen sich hier vier unterschiedliche Charaktere zu einer Einheit, die pulsierend und symbiotisch zugleich ist“, heißt es auf der Homepage des Jazz-Labels.

„Diese Band schafft die ungewöhnliche Verbindung von traditionsreichen Jazzstandards des Great American Songbooks mit den freien Improvisationen und dem neuen Sound des zeitgenössischen Jazz.“ Clara Haberkamp ist Pianistin, Komponistin und Sängerin. Sie lebt in Berlin und war unter anderem Mitglied des -Jugendjazzorchesters NRW. Sie gewann mehrere Preise. Sie hat einen Lehrauftrag für Jazzimprovisation an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Bassist und Bandleader Joshua Ginsburg stammt aus Baltimore und kennt sich auf den Konzertbühnen bestens aus. Tilo Weber ist als Schlagzeuger und Komponist ein aktiver Bestandteil der Jazzszene Berlin.

(aka)