Moers: Bürgermeister tritt 2020 wieder zur Wahl an

Kommunalwahl in Moers : Bürgermeister tritt 2020 noch einmal an

Christoph Fleischhauer hat seine erneute Kandidatur bekanntgegeben. Der amtierende Verwaltungschef sieht sich als überparteilicher CDU-Kandidat.

Er will noch einmal: Christoph Fleischhauer tritt bei der Kommunalwahl 2020 erneut als Bürgermeisterkandidat für die CDU in Moers an. Die Entscheidung verkündete der Amtsinhaber am Freitagnachmittag bei einem gemeinsamen Pressegespräch, zu dem die Parteiführung eingeladen hatte. „Uns als Vorstand ist absolut klar, dass wir mit diesem Mann in die Kommunalwahlen gehen möchten“, sagte Petra Kien. Viel mehr gab es aus Sicht der Stadtverbandsvorsitzenden dann auch erst einmal nicht zu sagen. Der designierte Kandidat hingegen hatte noch Gesprächsbedarf.

Er sei erleichtert, dass der Parteivorstand die Nachricht so wohlwollend angenommen habe, sagte Fleischhauer. In den vergangenen Wochen und Monaten habe er sich ernsthaft Gedanken gemacht, zunächst mit der Familie, dann aber auch mit Vertrauten aus der Partei gesprochen. Am Ende stand ein Angebot. „Ich trete noch einmal als überparteilicher Bürgermeister der CDU an“, erklärte der Verwaltungschef. „Der Slogan trifft nach wie vor, weil es einfach so ist: Wenn ich das Amt wahrnehmen, dem Rat vorstehe oder im Rathaus Entscheidungen zu treffen habe, dann bin ich der Amtsträger, der natürlich Ideale und Bewertungen seiner Partei in sich trägt, aber nicht versucht, das Amt auszunutzen. Ich bin der Meinung, dass das in den vergangenen viereinhalb Jahren ganz gut gelungen ist.“

Dass die Diskussion im Stadtrat bei wichtigen politischen Themen heute „deutlich konstruktiver und sachorientierter“ abläuft, als noch vor einigen Jahren, bestätigt jedenfalls CDU-Fraktionschef Ingo Brohl: „Das hat viel mit dem Bürgermeister zu tun, ist aber auch ein großer Verdienst von Mark Rosendahl, der die Mehrheiten bei der SPD und im Bündnis sachoffener aufgestellt hat“, sagt er.

Fazit: Das gemeinsam nach vernünftigen Lösungen Suchen gelinge in Moers  immer häufiger, sagt Fleischhauer. Bestes Beispiel dafür sei der fraktionsübergreifende und vom Bürgermeister mit unterzeichnete Masterplan zum Umbau des Kastellplatzes: „Noch vor drei Jahren wäre es undenkbar gewesen, dass alle eine zumindest planerisch gleichlautende Idee für dieses Areal im Kopf haben.“ Dass es so gekommen ist, sei ein Erfolg für die Stadt, wobei der Kastellplatz nur eine von vielen Baustellen sei.  „Das Profil der Stadt schärfen, eine eigenes Image schaffen – das müssen wir gemeinsam tun“, sagt der Bürgermeister. Über die Wahl hinaus nach vorne schauen und konkrete Ideen und Vorstellungen in den Fokus rücken, will der Kandidat Fleischhauer dann allerdings doch noch nicht. „Dafür ist es noch zu früh“, sagt er. „Jetzt müssen wir erst mal die laufende Wahlperiode zu Ende bringen.“

Foto: Ronny Keller

Fest steht: In dieser hat sich eine Menge getan. „Man darf nicht vergessen, dass vor viereinhalb Jahren wesentliche Projekte sehr weit vor die Wand gefahren waren“, sagt Brohl.  „Wir waren beim Utforter Rathaus zum Beispiel kurz davor, den Abrissbagger kommen zu lassen. Auch beim Thema Edeka-Verwaltungszentrale hatten wir eine schwierige Gemengelage. Wie sich Projekte entwickeln, hat auch immer etwas damit zu tun, wie die Verwaltung sie angeht.“ Was Letztere betrifft, hat der Rathauschef ein gutes Gefühl: „Ich glaube, dass sich die Verwaltung noch bewusster darüber geworden ist, wie wichtig eine bürgerbezogene Arbeit ist“, sagt er. „Das ist ein Prozess, der kontinuierlich weitergeführt und gepflegt werden muss. Und ich denke, auch die Bürger haben mittlerweile wahrgenommen, dass ich das, was ich sage, auch so meine.“

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