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Moers: Bronzerelief vor dem Schloss offiziell übergeben

Blick in die Geschichte : Bronzerelief zeigt Moers als Bastionsstadt

Moers hat jetzt vor dem Schloss einen Punkt, an dem Stadtbesichtigungen beginnen können. Besucher können von oben auf ein Modell der Grafenstadt schauen, wie sie vor gut zweieinhalb Jahrhunderten ausschaute, umgeben von viel Wasser.

In Krefeld-Linn und Geldern stehen bereits Bronzereliefs als Ausgangspunkt von Besichtigungen. Jetzt ist auch vor dem Moerser Schloss ein Bronzerelief installiert, das Moers als Bastionsstadt zeigt, wie sie vor gut zweieinhalb Jahrhunderten aussah.

Auch hier soll das tischgroße Relief Ausgangpunkt sein, wenn Besucher die Grafenstadt selbst erkunden oder sich zeigen lassen. „Besucher können hier buchstäblich erfassen, wie die Stadt aussah“, sagte am Freitag Bürgermeister Christoph Fleischhauer, als das Bronzerelief offiziell übergeben wurde. „Ich bin ganz sicher dass dieses Bronzerelief angenommen wird.“

Das Relief stammt von Michael Franke. Christine Knupp-Uhlenhaut, die einstige Leiterin des Grafschafter Museum, hatte den Kontakt zu dem Architekten und Künstler aus Erkelenz hergestellt „Die Idee zum Relief hatte Horst Wohlgemuth, der in der Zwischenzeit leider verstorben ist“, sagte Peter Boschheidgen als Vorsitzender des Grafschafter Museums- und Geschichtsverein. Dieser Verein habe Ideen gesammelt, wie das 400-jährige Jubiläum der oranischen Festungsanlage Moers im Jahr 2020 gefeiert werden könne, von denen eine das Buch „400 Jahre oransiche Befestigungsanlage“ werden sollte und eines das Bronzerelief. Deshalb zeigt das Modell die oranische Festungsstadt von 1620, die weiter bestand, als Moers 1702 preußisch wurde, 1757 französisch und 1763 wieder preußisch, um als Festungsstadt zurückgebaut wurde. 1762 zeichnete der französische Festungskommandant Sariac einen Plan dieser Festungsstadt.

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Auf diesem Sariac-Plan basiert bereits das Modell der Bastionsstadt Moers, das seit den 1970er Jahren im Grafschafter Museum im Moerser Schloss zu finden ist. Dieses wurde verfilmt., um über ein Graphikprogramm als 3D-Modell gedruckt zu werden, das anschließend von Michael Franke bearbeitet wurde. Später entstand daraus in einer Bronzegießerei im niederrheinischen Weeze ein Relief, das wie aus einem Guss aussieht, obwohl es aus mehreren Gussteilen besteht. Die offizielle Übergabe wurde die Pandemie verzögert.

Das Bronzerelief kostete einen hohen fünfstelligen Betrag. Möglich gemacht wurde die Installation durch Spenden des Rotary Clubs und der Rotary Stiftung Moers, der Grafschaft Moers Geschichtsstiftung und der Volksbank Niederrhein.