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Moers: Auf dem Weg zur Kinderrechte-Schule

Aktion in Moers : Auf dem Weg zur Kinderrechte-Schule

An der Hülsdonker Grundschule wurde die erste Station eines Kinderrechte-Pfads eröffnet. Initiator ist der SCIMoers, der als Träger vor Ort die Offene Ganztagsgrundschule koordiniert

Seit mehr als 30 Jahren gilt die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen. 136 Staaten haben das Menschenrechtsinstrument für Kinder verabschiedet. Jetzt füllen zehn Moerser Grundschulen mit Offenem Ganztag diese Rechte mit Leben und laden auf den Kinderrechte-Pfad ein. Anlass ist der 30. Geburtstag der UN-Kinderrechtskonvention im letzten Jahr.

Die Grundschulen haben sich mit jeweils einem Kinderrecht intensiv beschäftigt und mit Hilfe der Künstler, das waren Andreas Baschik, Pit Bohne, Susanne Hoppe und Peter Kogelnik, die dazugehörigen Skulpturen erarbeitet. Das Thema Gleichheit beschäftigte die Grundschüler in Hülsdonk, die dazu zwei Figuren für den Schulhof kreierten. Die Kinder luden am Wochenende zur Eröffnung des Kinderrechte-Pfads und Enthüllung der ersten Skulptur ein. Zehn Schul-Delegationen, Vertreter aus Rat, Verwaltung, Schulaufsichtsbehörde wie der Elterngremien kamen zusammen. Initiator ist der SCI:Moers, der für die Ganztagsbetreuung an den zehn Standorten zuständig ist und für das Projekt Fördermittel vom Land erhielt. Allein die vorbereitenden Arbeiten seien spannend gewesen, wie Frank Liebert, SCI-Geschäftsführer, berichtete. „Die Kinder haben sich regelmäßig zum Thema in einem Kinderparlament ausgetauscht und ihre Vorgehensweisen abgestimmt.“ Für Schulamtsdirektorin Nicole Wardenbach eine gelungene Aktion. „Ich bin absolut begeistert. Die Kinderrechte werden nach außen getragen, in den Unterricht integriert, gelebt und nicht gelehrt.“ Kinder nehmen selbstbewusst ihr Wissen mit in die Familien und werden zugleich Multiplikatoren. Aufklärung sei wichtig darüber, dass Kinder verbriefte Recht haben, beispielsweise auf Bildung, freie Meinungsäußerung, auf Gesundheit, Spiel und Freizeit, auf Förderung wie einen Schutz vor Gewalt und vor Krieg. Einige dieser Kinderrechte haben gerade in der Corona-Zeit an Dringlichkeit zugenommen, so Liebert. Wie wichtig die anschauliche Umsetzung der Kinderrechte sei, mache die aktuelle Situation in den Klassenzimmern deutlich. „Wir erleben in unseren Schulen Kinder mit schlimmsten Fluchterfahrung“, so Liebert. Während der Eröffnungsfeierhielten die jungen Akteure Schilder hoch, auf denen die Rechte zu lesen waren. Die anderen neun Stationen werden noch eröffnet.