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Ministerin Scharrenbach besichtigt Förderprojekte in Moers

Altes Landratsamt und Utforter Rathaus : Ministerin Scharrenbach besichtigt Förderprojekte in Moers

Ziel der Politikerin waren das alte Rathaus Utfort und das Alte Landratsamt am Kastellplatz. Land und Bund hatten für den Umbau Geld zur Verfügung gestellt.

Genau 4,44 Millionen Euro Förderung durch Land und Bund für die Sanierung des Alten Landratsamtes am Kastellplatz. Und 9,2 Millionen durch das NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung, um aus dem ehemaligen Rathaus der Gemeinde Repelen-Baerl und dessen Umgebung in Moers-Utfort ein grünes Wohnquartier für Ältere, junge Familien, Alleinerziehende und Kinderreiche zu machen. Ohne diese finanziellen Zuschüsse hätte die Stadt die beiden Projekte nicht stemmen können. Jetzt sind sie weitgehend fertig und boten damit der Stadt den Anlass, NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichberechtigung Ina Scharrenbach zu deren Besichtigung einzuladen.

Nachdem Bürgermeister Christoph Fleischhauer, der Technische Beigeordnete Thorsten Kamp und Vertreter der städtischen Pressestelle die Ministerin durch das von 2012 bis 2017 ungenutzte, denkmalgeschützte Utforter Wahrzeichen und dessen neu bebaute Umgebung geführt hatten, trafen sie und ihr hoher Gast anschließend zu ihrem zweiten Rundgang durch das neu renovierte Alte Landratsamt ein. Dort wurden sie von Museumschefin Diana Finkele sowie Vertretern der dort inzwischen beheimateten Vereine im Sitzungssaal erwartet. „Diese beiden Objekte sind für uns von sehr großer Bedeutung“, eröffnete Bürgermeister Fleischhauer das Treffen mit einer kleinen Begrüßungsansprache. „Wir kommen gerade aus Utfort. Das alte Rathaus dort in seinem neuen Glanz zu sehen, war wunderbar. Dieses Objekt hier ist eine ganz andere Art“, erklärte er weiter und übergab das Rednerpult anschließend an Diana Finkele, die zunächst die verschiedenen geschichtlichen Stationen des Gebäudes, das 1900 für die Moerser Kreisverwaltung erbaut worden war, dann als unrühmliche Machtzentrale der Nationalsozialisten diente und von 1984 bis 2010 die Moerser Volkshochschule beherbergte. „Dank Ihrer großzügigen Förderung“, fuhr sie an Ina Scharrenbach gewandt fort, „wird es jetzt eine pädagogische begleitete, interaktive Ausstellung enthalten, die sich in 13 Stationen mit der Moerser Geschichte des 20. Jahrhunderts beschäftigt.“

„Moers hat eine reiche Tradition“, bestätigte die Ministerin in ihrer anschließenden Antwortrede: „Menschen in Tradition und Geschichte mit einander zu verbinden, ist was wir unter ‚Heimat‘ verstehen. Dieses Erbe der heutigen Generation anzuvertrauen und die Geschichte für sie hörbar zu machen, dazu brauchen wir Sie. Ich denke, Ihre Ausstellung ist dafür ein wunderbarer Brückenschlag.“ Das gab das Stichwort für den darauf folgenden, geplanten Rundgang durch das Gebäude, dem sich der größte Teil der rund 20 Besucher anschloss und einer Einladung für alle zu einem abschließenden gemeinsamen Imbiss.