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Ministerin besucht das Moerser Schloss.

Besuch in Moers : Ministerin besucht das Moerser Schloss

Ina Scharrenbach schloss die dritte Etappe ihrer NRW-Heimat-Radtour in der Grafenstadt ab.

Eingerahmt von zwei Fahrern des ADFC bewegte sich ein nur kleiner Tross auf die Wiese nahe des Moerser Schlosses zu. Dort boten weiße Pavillons, Stehtische, ein kleines Buffet für die Fahrer die Gelegenheit zur Erholung. Einige Vertreter des öffentlichen Lebens wie Kreisdirektor Ralf Berensmeier und der Vereine warteten dort, um die NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung Ina Scharrenbach zu begrüßen.

„Die Tour dient dem Zweck, Land und Leute kennenzulernen“, unterstrich Scharrenbach, während sie um eine Serviette bat. „Mir läuft das Wasser ins Auge“, hatte die Hitze-Tour fast ohne Schatten ein wenig Spuren hinterlassen. Bevor es ans Buffet und einige Minuten des Plauderns ging, dankte Torsten Kamp den Mitradlern für ihre Teilnahme von Krefeld aus – und der Ministerin dafür, Moers als Abschluss des Tages gewählt zu haben. Er unterstrich die Bedeutung des bürgerschaftlichen Engagements in der Stadt. Der Vorsitzende des Grafschafter Museums- und Geschichtsvereins, Peter Boschheidgen, erläuterte die 111-jährige Historie des Museums mit dem Engagement des Großvaters, den Sammlungen – und der neu aufgelegte Bergbausammlung zum Ende des Kohlebergbaus. Er unterstrich, wie wichtig das „Bewusstsein für Geschichte“ gerade durch diese Sammlung aktuell wachse. „Das bringt uns einen richtiggehenden Schub“, übergab er der Ministerin ein Buch über „Moers zu Kaisers Zeiten“ und eine DVD zum Kohleende 2018.

Scharrenbach unterstrich die Bedeutung des Begriffes „Heimat“, der „viel mit Tradition zu tun hat. Sie scheinen die Tradition des Großvaters zu pflegen“, wandte sie sich direkt an Boschheidgen. „Heimat wird von den Menschen vor Ort geschaffen. Wir können nur den Rahmen schaffen, sie aber den Dingen ein Gesicht geben – und das ist in Moers ein Freundliches.“ Die Leiterin des Grafschafter Museums, Diana Finkele, verwies auf die Ausstellung „Wählen und Wühlen“ über die Frauen und Demokratiebewegung am Niederrhein vor 100 Jahren. Es gebe keinen besseren Platz, wo Heimat, Gleichstellung, Städtebau und Kommunales so zusammenfielen wie hier, zählte sie die geförderten Maßnahmen von Musenhof bis Schlossplatz auf. Sie dankte Scharrenbach für die 13 Millionen Euro, die von Seiten des Ministeriums in diese ganzen Projekte geflossen sind. Als „Kompensation“ übergab sie der Ministerin dafür ein kleines Säckchen mit „20 Millionen gefälschter Münzen.“