Moers: Mein Partner mit den flinken Beinen

Moers: Mein Partner mit den flinken Beinen

Auf dem Vereinsgelände des Hundesportvereins MV Neukirchen - Klingerhuf tummelten sich beim Tag der offenen Tür jetzt wieder viele Vierbeiner mit ihren zweibeinigen Besitzern.

Es wurde laut gebellt, sich beschnuppert, doch vor allem wurde fleißig trainiert. Bei strahlendem Sonnenschein feierte der Hundesportverein MV Neukirchen-Klingerhuf den "Tag des Hundes" in Verbindung mit einem Tag der offenen Tür.

Von 11 bis 16 Uhr zeigten die Mitglieder und Trainer mit ihren Hunden Ausschnitte aus verschiedenen Hundesportarten. Auch die Besucher durften sich mit ihren Hunden auf dem "Agillity-Parcours" versuchen. Bei dieser Übung muss der Hund versuchen, möglichst fehlerfrei durch einen Parcours von Slalom, Tunneln und Wippen zu kommen. Jedoch ohne Leine, nur durch die Körpersprache und Hörzeichen des Hundehalters gelenkt.

Auf der Wiese des Geländes zeigte auch die 42-jährige Sandra Paulzen mit ihrem Hund, einem Border Collie namens Oreo, das Apportieren. Als Oreo ordnungsgemäß das Bringholz zu seinem Frauchen trägt, beginnt das Publikum zu klatschen. Günter Bodenstein, Vorsitzender des Vereins, ruft: "Das ist ein klasse Hund!". Paulzen führt Oreo in zwei Sportarten: in "Agility" und "Obedience". In diesem Jahr gewann sie mit Oreo sowohl die Kreismeisterschaft wie auch die Landesmeisterschaft in der schwierigsten Stufe. Bei dem Training mit dem Hund fasziniert die 42-Jährige vor allem, was die Hunde leisten und "dass der Hund seine Zeit mit mir verbringt und immer bereit ist mit mir zu arbeiten."

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Generell kann jede Hunderasse an den Sportarten teilnehmen: "Der Hund muss die passende Veranlagung haben, er muss motiviert sein und die Arbeitsbereitschaft haben. Ein Hund, der nicht zum Training motiviert werden kann, ist schwierig auszubilden", erklärt der Vorsitzende des Vereins. Zur Motivation des Hundes arbeitet der Verein vor allem mit Hilfe von Leckerchen und Spielzeug. Doch gibt es eine Voraussetzung für das Training im Verein: Der Hund muss zuerst eine Begleithundeprüfung abgelegt haben. Diese gliedert sich aus einem Straßenteil und der sogenannten Platzarbeit. Während des Straßenteils soll der Hund sich in verschiedenen Situationen neutral verhalten, beispielsweise wenn ein Jogger oder Radfahrer an ihm vorbei kommt.

Bei der Platzarbeit sind zwei Hunde auf einem Platz; während der eine auf die Kommandos von "Sitz" oder "Platz" hört, muss der andere sich neutral verhalten und liegen bleiben.

Bereits 1949 wurde der Hundesportverein gegründet; war er vorher vor allem ein Polizeihundesportverein, steht nun der allgemeine Hundesport im Mittelpunkt. Derzeit hat der Verein rund 100 Mitglieder und zehn Trainer, die alle ehrenamtlich arbeiten. "Wer Interesse am Hundesport hat, kann einfach vorbeikommen und beim Training dabei sein", so Bodenstein. Über neue Mitglieder freut sich der Verein sehr.

(lcg)