Moers: Mehr angezeigte Sexualdelikte

Moers: Mehr angezeigte Sexualdelikte

Die Polizei hat die Zahlen für Moers, Neukirchen-Vluyn und Kamp-Lintfort.

Innerhalb der Grafschaft ist Moers als größte Stadt die, in der die Kriminalitätsrate am höchsten ist. Im Vergleich zum Jahr 2016 ist die Zahl der gemeldeten Straftaten allerdings deutlich zurückgegangen: von insgesamt 8179 auf 7558 Fälle. Gleichzeitig stieg die Aufklärungsquote der Polizei von 47,3 auf 47,7 Prozent.

Gewaltkriminalität macht an der Gesamtkriminalität in Moers laut Polizei einen Anteil von rund 3,3 Prozent aus. Auch in diesem Bereich seien die Fallzahlen von 2016 auf 2017 gesunken: von 277 auf 250 Fälle. Deutlich gestiegen ist die Zahl der angezeigten Sexualdelikte. Lag die 2016 noch bei 44 Fällen, stieg sie 2017 auf 72. Klar weniger geworden sind hingegen die Wohnungseinbrüche. 2016: 428, 2017: 210. Der Autoknacker, der 2017 in Moers für eine Serie von Straftaten verantwortlich war, sitzt inzwischen in Haft. Dies erklärte die Polizei gestern. 209 Taten konnten ihm nachgewiesen werden. Zwei Jahre und drei Monate Freiheitsstrafe lautet das Urteil. Geholfen hatte eine aufmerksame Bürgerin, die am 1. November die Polizei anrief und eine Beobachtung machte. Polizeichef Rüdiger Kunst nahm diesen Fall zum Anlass, um auf die Wichtigkeit von Zeugen hinzuweisen. Die Bürger sollten die 110 anrufen.

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Für Neukirchen-Vluyn ergibt sich ein ähnliches Bild. Dort sank die Zahl der Straftaten insgesamt von 2017 in 2016 auf 1509 Fälle im vergangenen Jahr. Kaum merklich gesunken ist dabei die Zahl der Gewaltdelikte: von 50 auf 48. Die Zahl der gemeldeten Sexualdelikte ging in Neukirchen-Vluyn zurück: von zwölf auf acht Fälle. Weniger geworden sind auch Autodiebstähle (14 in 2016, acht in 2017) und Wohnungseinbrüche (123 in 2016, 50 in 2017).

In Kamp-Lintfort ist die Zahl zurückgegangen: von 2865 auf 2616 Fälle. Dabei hat sich die Zahl der Gewaltdelikte im Vergleich 2016 (75 Fälle) - 2017 (76 Fälle) kaum verändert. Die Fallzahlen beim Raub (18/18), bei gefährlicher und schwerer Körperverletzung (52/53) stagnieren, bei den Sexualdelikten gab es einen Anstieg von 17 auf 20 Fälle. Weniger geworden sind die Wohnungseinbrüche (94/87), gestiegen die Rauschgiftdelikte (71/124).

(juha/sep)