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Moers: Meerbecker feiern bunt mit handgemachtem Karneval

Moers : Meerbecker feiern bunt mit handgemachtem Karneval

Gerd Korczak wurde auf der Gala-Sitzung der KAB St. Barbara Meerbeck in diesem Jahr mit dem Pfeifenritter-Orden ausgezeichnet.

Alles ist handgemacht, kommt liebevoll - manchmal auch frech und überraschend - aus der der Kinderstube des Meerbecker Karnevals, angefangen von den Künstlern bis zum Büffet. Das erzeugt im Jugendheim an der Lindenstraße Atmosphäre, wenn die KAB St. Barbara Meerbeck zur Galakostümsitzung einlädt.

Für sie darf es im Saal, der für 120 Personen zugelassen ist, ruhig etwas enger und heimeliger zugehen. Schließlich spüren sie hier den Puls, der in ihrem Viertel schlägt. Es ist ein ungeheuer lebendiger Puls, wie er sich am Samstagabend bei der Galakostümsitzung unter dem Motto "Meerbeck feiert bunt" zeigte. Dabei startete die Galasitzung diesmal mit einem Nicht-Meerbecker, als die Sitzungspräsidenten Wolfgang Lehmann und Herbert Böhm den Kamp-Lintforter Prinzen Jörg I. begrüßen konnten. Er war mit Hofstaat und Elferrat einmarschiert, um die Atmosphäre im Saal zu genießen und sich mit Orden dafür zu bedanken. Abgesehen von ihm und der Rheinhausener Sängerin Jenny Heinik standen nur Meerbecker auf der Bühne. Einer von ihnen, Hans Gerhard Korczak, bekam den Pfeifenritter-Orden verliehen. "Er kann nicht Nein sagen", blickte Ehrenbürgermeister Wilhelm Brunswick auf sein soziales Engagement. "Kümmern ist sein Ding."

Dabei gehörte der Laudator zu den wenigen, die vorher von dieser dritten Ordensverleihung neben den Präsidenten Udo Wegner und Helmut Pest wussten. Selbst der Ausgezeichnete hatte bis zuletzt nichts davon geahnt, zumal der Laudator bei einem Versprecher sagte, er sei im Jahr 1983 geboren, nicht - wie es richtig geheißen hätte - im Jahr 1943. Er stehe für die Ideale des Pfeifenritter-Orden, "Intoleranz und Humorlosigkeit" durch einen bunten Karneval zu bekämpfen. Dabei hatte der Humor von Gerd Korczak einst gegen den Laudator gezielt, der bis 1999 gegen Bürgermeister war. Mit Carmen Weist als Handpuppe war der Ausgezeichnete als "Little Red Willi" in die Bütt gegangen, um die Politik des Bürgermeisters auf die Schippe zu nehmen. Eine Bedeutung im Meerbecker Karneval hat auch Bettina Böhm, die Frau des Sitzungspräsidenten, die zu einer der Stützen des Meerbecker Karnevals gehört und als 24. Jeckin mit dem Nudelholzorden ausgezeichnet wurde.

(got)