1. NRW
  2. Städte
  3. Moers

Meerbeck – ein bunter Moerser Stadtteil aus Kindersicht

Kunstprojekt : Meerbeck – ein bunter Stadtteil aus Kindersicht

Kinder der Uhrschule und des Kindergartens an der Barbarastraße haben Meerbeck erkundet – zunächst mit der Kamera, dann mit dem Pinsel.

Acht Wochen lang hatten 16 Kinder der Meerbecker Uhrschule und des städtischen Kindergartens an der Barbarastraße ihren Stadtteil erkundet – zunächst waren sie mit Kameras unterwegs, danach brachten sie die Eindrücke mit Pinsel und Farbe zu Papier. Seit Freitag sind die Arbeiten in einer Ausstellung im Stadtteilbüro „Neu-Meerbeck“ an der Bismarckstraße zu sehen.

„Ich hätte nicht gedacht, dass dabei so was Tolles herauskommt“, freute sich Stadtteilmanager Jens Franke bei der Ausstellungseröffnung am Freitag über die sehenswerten Ergebnisse der vom SCI Moers initiierten und von der Schwerter Malerin und Objektkünstlerin Sarah Landenberger begleiteten Kunstaktion.

„Das Ganze hat gleich mehrere Absichten verfolgt“, erkärte Jens Franke weiter: „Zum einen sollten die Kinder mit ihrem Stadtteil näher vertraut werden, zum anderen wollten wir aber auch herausfinden, was ihnen in ihrem Wohnumfeld gefällt, und was sie sich dort eventuell noch wünschen.“

So waren die kleinen Künstler am Anfang zunächst mit ihren vom SCI leihweise zur Verfügung gestellten Kameras einmal wöchentlich auf eine ausführliche Fotosafari durch die einstige Moerser Bergarbeitersiedlung gegangen, wobei Sarah Landenberger ihnen oft ganz bewusst die Führung überlassen hatte.

  • Wer braucht Münschen? Ein „wondervolles“ Oktoberfest
    Zweites Oktoberfest in Moers-Meerbeeck : Die Meerbecker Wiesn zieht
  • Blaulicht (Symbolbild)
    Bildung in Moers : Jugendprojekt „Mein Meerbeck“ startet in den Herbstferien
  • 2019 wurde bereits der „Brückentag“ zum
    Voraussetzung für den Brückenneubau : Cölve-Brücke bald auf Duisburger Stadtgebiet

Wie kreativ die Kinder dabei waren, bewies am Freitag eine kleine Foto-Projektion, die neben so vertrauten Dingen wie dem pinkfarbenen Gerätehaus hinter der Uhrschule vor allem die örtlichen Spielplätze, aber auch zahlreiche Natureindrücke und sogar einen einsamen, rosafarbenen Wecker auf einem öffentlichen Rasenplatz zeigte. Diese Fotos dienten dann für die anschließende Mal-Aktion entweder als direkte Vorlagen oder zu weiteren künstlerischen Anregungen, wie zum Beispiel bunten Handabdrücken, fröhlichen Regenbögen oder originellen Selbstdarstellungen.

Letztere durften zwar aus Schutzgründen keine persönlichen Erkennungsmerkmale zeigen, aber das war für die meisten kleinen Künstler kein Problem, wie Sarah Landenberger am Freitag zu berichten wusste. „Die haben sich einfach von hinten fotografiert, oder nur ihre Hände und Füße. Dabei sind manchmal die tollsten Fotos entstanden.“

Einer der besonders begeisterten Fotografen war der neunjährige Asdahi. Er machte bei dem Projket seine ersten Kamera-Erfahrungen. Der ein Jahr ältere Delsher fand dagegen das Malen spannender, konnte sich aber auch vorstellen, später einmal Fotograf zu werden und mit einer Kamera auf Motivsuche zu gehen. Sein Lieblingsmotiv war der Meerbecker Fußballplatz.

Die im Stadtteilbüro „Neu-Meerbeck“ ausgestellten Fotos und Bilder zeigen in diesem Fall nur die künstlerischen Ergebnisse der Uhrschüler. Die Bilder der Kinder aus der städtischen Kindertagesstätte an der Barbarastraße, die ebenfalls der an der Meerbecker Kunstaktion ebenfalls beteiligten werden dort in drei Wochen gesondert ausgestellt werden.