Moers: Masten für das Leitsystem „Ruhrpilot“

Moers : Masten für das Leitsystem „Ruhrpilot“

niederrhein „Was haben die Ampelmasten zum Beispiel auf der Lintforter Straße zwischen Hochkamer und Rayen zu bedeuten, die nun mit technischem Gerät bestückt werden?“, wollte ein RP-Leser jetzt wissen. In der Tat recken am gesamten Niederrhein nicht nur Autofahrer neugierig die Hälse beim Anblick der Ampelmasten, die mit Kameras oder ähnlichen Geräten ausgerüstet sind und mit Energie von einer Solaranlage gespeist werden.

Mehr als 1000 Mess-Stellen

Die Masten gehören nach Auskunft von „straßenNRW“ zum Projekt „Ruhrpilot“, das nach den Sommerferien 2006 gestartet worden ist. An mehr als 1000 Mess-Stellen zunächst im Ruhrgebiet und jetzt auch am Niederrhein werden Verkehrsdaten gesammelt. Eingespeist in das neue Leitsystem sollen sie die Mobilität in der Region verbessern. „Die Geräte, die jetzt an den Masten installiert werden, sollen für eine Verkehrszählung im Zuge des Projektes eingesetzt werden“, so Bernd A. Löchter von der Pressestelle von der „straßenNRW“ in Gelsenkirchen.

In Duisburg haben die Wirtschaftsbetriebe Ende vergangenen Jahres 50 Mess-Stellen in Betrieb genommen. Das Land und ein privates Konsortium unter Führung des Siemens-Konzerns wollen knapp 50 Millionen Euro in den Aufbau des Systems stecken, davon übernimmt die öffentliche Hand 29 Millionen Euro. Herzstück des „Ruhrpiloten“ ist ein zentraler Computer in Essen, der im Minutentakt mit Daten der rund 1000 Mess-Stellen gefüttert wird. Die Nahverkehrsunternehmen liefern aktuelle Fahrzeiten und Standorte von Bussen und Bahnen. Auch die Belegung von Parkhäusern, Wetterdaten, Straßenzustandsberichte, Baustellen, Staus, Unfälle und Großbaustellen sollen erfasst werden. Aus den Informationen erstellt der „Ruhrpilot“ Verkehrsvorhersagen, die über Internet, Videotext, Handy oder Radio an die Autofahrer gemeldet werden.

(RP)
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