Moers: Mädchen der Musikschule brillieren

Moers: Mädchen der Musikschule brillieren

Leticia Carrera Kirschgens und Carolin Folkmar von der Musikschule Moers nehmen im Mai am Finale des Wettbewerbs "Jugend Musiziert" teil. Die Trompeterin und die Klavierspielerin hoffen auf einen Erfolg.

Ein wenig aufgeregt sind die Musikschülerinnen Leticia Carrera Kirschgens und Carolin Folkmar schon, aber beim 55. Bundeswettbewerb von "Jugend Musiziert" vom 17. bis 24. Mai wird sicher alles gut gehen. Die beiden Zwölfjährigen Mädchen sind gut vorbereitet und haben bereits beim Regional- und Landeswettbewerb sehr gute Ergebnisse erzielt. Nun dürfen sie sich mit den Besten der Republik vergleichen. "Das spricht für die Qualität der Moerser Musikschule und deren Lehrkräfte, die auf hohem Niveau unterrichten", erläutert Leiter Georg Kresimon. Traditionell ist die Moerser Musikschule mit einer hohen Anzahl von Schülerinnen und Schülern beim Regionalwettbewerb vertreten und oft auch mit Teilnahmen auf Landes- und Bundesebene.

Leticia spielt seit fünfeinhalb Jahren Trompete und ist durch das Programm "Jedem Kind ein Instrument" zur Musik gekommen. "Es war schon zu dieser Zeit auffällig, dass Leticia mehr tut als die anderen Kinder. Der Werdegang ist schon beachtlich", erläutert Lehrer Thomas Löffler. An das Instrument ist sie durch eine Wette mit ihrem Vater gekommen, der Saxofon spielt. Auf einer Instrumentensafari in der Musikschule hat sie es ausprobiert und direkt Spaß daran gefunden. "Mit der Trompete kann man fast alle Musikrichtungen spielen. Ich finde den Klang auch total schön", ist Leticia von ihrem Instrument überzeugt. Sie spielt noch im Schulorchester und im Ensemble in der Musikschule. Leticia spielt beim Wettbewerb Solo-Trompete und Carolin begleitet sie am Klavier, was recht ungewöhnlich ist. Oft werden Schüler dort von Lehrkräften unterstützt.

Für ihre Begleitung hat Carolin beim letzten Regionalwettbewerb die Höchstpunktzahl erhalten. Durch die Freundschaft der beiden Mädchen seit der Grundschule haben sie sich auch als musikalisches Duo zusammengefunden. Beide sind große Balladen-Fans.

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Auch Carolin findet ihr Instrument toll: "Meine Mutter spielt Klavier und da habe ich gemerkt, was man damit alles machen kann. Man kann verschiedene Ausdrücke zum Vorschein bringen, es ist wirklich vielseitig." Sie spielt seit sieben Jahren Klavier und zusätzlich Cello in einem Ensemble.

Mehrmals die Woche üben die beiden jungen Musikerinnen für den Wettbewerb. "Es ist wichtig, dass Klavierschüler so früh wie möglich mit anderen zusammenspielen. Letztlich lebt Musik vom Zusammenspiel. Die beiden verstehen sich auch gut und passen als Duo gut zusammen. Zusammen musizieren und Freude daran haben - eine bessere Motivation kann man gar nicht haben", weiß Klavierlehrerin Monika Thurmann. Und vor dem Wettbewerb gibt es dann den üblichen HipHop-Handschlag, der nicht nur motiviert, sondern auch die Aufregung verfliegen lässt.

(RP)
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