Moers: Kunstwerke auf dem Schulhof

Moers: Kunstwerke auf dem Schulhof

Mit stolzer Miene stehen die Schüler der Albert-Schweitzer-Schule neben ihren selbstentworfenen Reliefs. Die Verschönerung des Schulgeländes der Förderschule haben sie Bildhauer Gautam zu verdanken, der sich über ein Jahr lang geduldig mit den Kindern künstlerisch beschäftigt hat.

Der ehemalige Freizeitleiter des Jugendamtes in Bremen, Lehrer an der Kunstsschule Moers und an der eigenen Porträtschule in Repelen wurde durch die Förderinitiative "Pro Arbeit" kontaktiert, die nach Stellenbedarf schaut und mit dem Arbeitgeber Konzepte für die Besetzung der passenden Stelle entwickelt. "Durch seine hohe soziale Kompetenz im Umgang mit den Schülern und seinem künstlerischem Talent war Gautam die Stelle wie auf den Leib geschneidert", so die Schule. Auch Gautam selbst bezeichnet das Projekt als ein "tolles Experiment".

Die Klassenlehrer haben die Themen der Reliefs vorgegeben. Bei einer Klassenstärke von 12 bis 17 Personen könne in relativ kleinen Gruppen gearbeitet werden. Dies ermögliche ein intensiveres und angenehmeres Lernen, so der stellvertretende Schulleiter Klaus Dettke. Auf dem jetzt bunter und fröhlicher wirkenden Schulhof gibt es nun vieles zu entdecken. Von "Krieg und Frieden" bis hin zu Pflanzen, Tieren, Meeresbewohnern und sogar Halloweenkürbissen wurden viele Ideen in Betonplatten verewigt. "Kunst ist gegenüber wissenschaftlichen Fächern sehr wichtig", so Gautam. Denn durch das Modellieren der bisher nur im Kopf vorhandenen Bilder würden die Formen nun erlebbar, wodurch sich auch das Denken verändere.

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Bunt gestaltet

Die 13 Reliefs haben einen langen Weg hinter sich. Nachdem die Schüler ihre ganz persönlichen Vorstellungen in die kindgerechten Tonplatten modelliert hatten, wurden jeweils zehn zu einem Rechteck zusammengefügt und in Gips gegossen. In die nun entstandenen Negativformen wurde dann eine Zement-Sand-Mischung gegeben. Nachdem diese getrocknet war, konnten die Schüler ihre Kunstwerke bunt gestalten.

(RP)
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