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Kunst in Moers: Bauwagen-Museum zeigt Objekte von Claudia Mann

Kunst in Moers : Bauwagen-Museum zeigt Objekte von Claudia Mann

Die Ausstellung „Absence First“ im Museum für zeitgenössische Kunst dauert bis zum 12. Mai.

Seit mehr als einem Jahr bietet das Naturfreundehaus in Moers-Vinn als Atelierhaus Raum für Künstler und Kreative. In den Atelierräumen können die Künstlerinnen und Künstler in Ruhe und Abgeschiedenheit an ihren Werken arbeiten. Vor dem Atelierhaus befindet sich in einem roten Bauwagen zudem das Museum für zeitgenössische Kunst in Moers (MZKM), das mit Unterstützung des Vereins für zeitgenössische Kunst und Kultur am Niederrhein Arbeiten von auswärtigen Künstlerinnen und Künstlern auf kleinstem Raum ausstellt. Nachdem von November bis Januar Werke des Düsseldorfer Künstlers Kai Richter zu sehen waren, fand jetzt die Eröffnung der Ausstellung „Absence First.“ mit Skulpturen von Claudia Mann statt, die bis zum 12. Mai zu sehen ist.

Die gebürtige Wuppertalerin Claudia Mann hat bei Didier Vermeiren an der Kunstakademie in Düsseldorf studiert und ist 2016 mit dem Förderpreis für Bildende Kunst der Stadt Düsseldorf ausgezeichnet worden. Die Kuratorin und Kunsthistorikerin Linda Inconi-Jansen vom Verein für zeitgenössische Kunst und Kultur am Niederrhein hatte Mann eingeladen, im MZKM einige ihrer Objekte auszustellen. „Ich beobachte Claudia schon eine ganze Weile und ihre Arbeiten haben mich einfach umgehauen“, sagte die Kuratorin bei der Ausstellungseröffnung.

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Bei ihren Arbeiten verwendet Claudia Mann, die mit ihren Werken bereits mehrere Solo-Ausstellungen bestritten hat, vielfach Materialien wie Gips, Bronze oder Beton. Die vier figürlichen Arbeiten, die im Museum für zeitgenössische Kunst in Moers zu sehen sind, sind ebenfalls aus Gips und Bitumen gearbeitet worden. Für ihre vier Skulpturen hat Claudia Mann in einem ersten Arbeitsschritt die Oberfläche eines Erdhügels mit Silikon abgenommen und diesen Abdruck dann mit Gips ausgegossen und in Form gebracht. In die hohle Innenfläche der Skulptur hat sie dann Bitumen eingefüllt, das anschließend in den Gips eingebrannt wird. Die vier Skulpturen, die allesamt aus dem Abdruck des selben Erdhügels entstanden sind, haben aufgrund des eingebrannten Bitumens eine tiefschwarze Innenfläche, die allerdings bei manchen der vier Skulpturen eher glänzend spiegelt und bei anderen Objekten hingegen eher matt ist.

Im weiß gestrichenen Raum des kleinen Bauwagens, der den mannshoch aufgerichteten Skulpturen einen reizvollen Kontrast bietet, erinnern die Objekte, die an den Wänden des Raumes lehnen und sich mit den hohlen und schwarzen Innenseiten gegenüberstehen, an geöffnete Hälften von Sarkophagen, Austern oder Muscheln. Wie bei vielen Werken von Claudia Mann sind auch bei diesen Objekten die einzelnen Phasen der Entstehung der Skulptur ein zentraler Teil der Arbeit.

Im Rahmen des „Moerser Kunstfrühlings“ haben Besucher am Samstag, 6. April, 14 Uhr Gelegenheit vor dem Pulverhäuschen am Moerser Schloss an einem Künstlergespräch mit Claudia Mann teilzunehmen. Auch die Skulpturen aus der Ausstellung „Absence First.“ werden dort zu sehen sein.