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Kulturelle Tafelrunde im Wallzentrum

Der Intendant lud in die Moerser Mitte ein : Kulturelle Tafelrunde im Café Lyzeum

Beim ersten Abendbrot des Buena Vista Culture Club stellte Schlosstheater- Intendant Ulrich Greb Ideen für ein Projekt vor. Im Mai erwartet er ein Signal, inwieweit es vom Land gefördert wird.

Ulrich Greb kann einige Gemeinsamkeiten zwischen dem Schlosstheater und dem Wallzentrum entdecken. „Beide wurden 1975 eröffnet“, sagt der Intendant. „Ein Aufführungsort unserer Inszenierung des Rings war das Wallzentrum.“ Die Verbindung zwischen dem städtischen Theater und dem 70er-Jahre-Gebäude am Neuen Wall könnte in den nächsten Jahren enger werden. Das Schlosstheater hat beim Land ein Projekt Wallzentrum beantragt.

„Beim Projekt wird das Gebäude mit künstlerischen und kulturellen Dingen neu betrachtet, wie eine Skulptur betrachtet, um es aufzuwerten“, berichtete Ulrich Greb beim ersten Abendbrot, zu dem die  Gruppe Buena Vista Culture Club (BVCC) am Montagabend ins Café Lyzeum im SCI-Haus am Hanns-Albeck-Platz eingeladen hatte. Der Intendant gab vor 20 Zuhörern erste Ideen zu dem Projekt der sozial-kulturellen Skulptur bekannt.

Das Projekt bestehe aus drei Modulen. Das erste sei die Interaktion. Das Projekt solle das Zusammenleben fördern, das Wallzentrum zu einem Ort der Teilhabe machen, also zu einem Ort, wo sich Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen austauschen. Das zweite Modul bestehe aus theatrlen Aktionen. Zum Beispiel könne es denkbar sein, über eine Flaschenpost interaktiv die Moerser Partnerstadt Knowsley in England zu besuchen. Dazu könne ein Ladenlokal angemietet werden. Das dritte Modul sei die Idee des sozialen Gebäudes. Ein solches Projekt funktioniere nur, wenn die Eigentümer und Geschäftsleute, die Menschen, die dort leben und arbeiten, eingebunden seien, betonte der Intendant. Mit der Aufführung des Rings gebe es Kontakte. Involviert in das Projekt sei die Hochschule Niederrhein in Krefeld, die es unter dem Aspekt „Social Design“ wissenschaftlich begleite. Das Projekt könne das Schlosstheater nur zusammen mit Partnern realisieren, da es zu klein sei. Es entspreche der Tradition des Schlosstheaters, „das Theater von der Bühne in die Stadt zu tragen“.

Das Projekt sei auf mehrere Jahre angelegt, sagte Ulrich Greb, der im letzten Sommer seinen Vertrag als Intendant um fünf Jahre verlängerte. Wann es beginne, stehe noch nicht fest. Mitte Mai könne ein erstes Signal vom Land kommen. Von der Moerser Stadtverwaltung habe er bereits positive Signale für das Projekt erhalten. Diese nahm er auch von den Zuhörern des BVCC am Montagabend mit.

Sie treffen sich das nächste Mal am Montag in drei Wochen zum gemütlichen Abendbrot. Am Montag, 20. Mai, ist Gerd Herholz im Café Lyzeum am Hanns-Albeck-Platz zu Gast. Er war von 1994 bis 2018 Leiter des Literaturbüros Ruhr in Gladbeck.