Fahrzeugzulassung im Kreis Wesel Was die neue Gebührenordnung ab 1. September bringt

Mit der Einführung der neuen Fahrzeugzulassungs­verordnung geht auch eine neue Gebührenordnung einher. Für die Bürger bringe diese wichtige Veränderungen mit sich.

Bei der Fahrzeugzulassung gibt es Neuerungen.

Bei der Fahrzeugzulassung gibt es Neuerungen.

Foto: dpa-tmn/Arne Immanuel Bänsch

Ab dem 1. September tritt eine Neuerung im Bereich der Fahrzeugzulassung in Kraft. Mit der Einführung der neuen Fahrzeugzulassungs­verordnung (FZV) geht auch eine neue Gebührenordnung (GebOst) einher. Darauf macht jetzt der Kreis Wesel aufmerksam. Die FZV, heißt es, bringe einige wichtige Veränderungen mit sich, die für Bürger von Interesse sein dürften, zum Beispiel: die erweiterte Online-Zulassung.

Bislang konnten nur natürliche Personen Fahrzeuge online zulassen. Mit der FZV wird diese Möglichkeit nun auch für juristische Personen eingeführt. Das gilt sowohl für die Zulassung auf das eigene Unternehmen als auch für die Beantragung besonderer Kennzeichen wie Oldtimer, Saisonkennzeichen oder E-Kennzeichen.

Konkret: Das Unternehmen kann ein Fahrzeug online auf sich selbst zulassen, ähnlich dem Verfahren für natürliche Personen. Wer im Auftrag Dritter handelt, um eine Zulassung zu beantragen, muss sich über die Großkundenschnittstelle beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) registrieren lassen. Die genauen Voraussetzungen hierfür sind beim KBA erhältlich.

Eine besonders positive Neuerung betrifft laut dem Kreis Wesel die unmittelbare Teilnahme am Straßenverkehr nach erfolgter digitaler Zulassung. Der digitale Zulassungsbescheid ermöglicht es, das Fahrzeug ohne Wartezeit in Betrieb zu nehmen. Dafür wird nach Abschluss des Online-Antrags ein Zulassungsbescheid sowie ein vorläufiger Zulassungsnachweis zum Download bereitgestellt. Diese Dokumente müssen innerhalb von 30 Minuten heruntergeladen und sichtbar im Fahrzeug angebracht werden. Die Fahrzeugnutzung ist dann für zehn Kalendertage innerhalb Deutschlands möglich. Die Kennzeichen müssen gemäß DIN-Norm am Fahrzeug befestigt werden. Die eigentlichen Zulassungsbescheinigungen und Plaketten werden per Post von den Zulassungsstellen des jeweiligen Kreises verschickt.

Ebenfalls neu geregelt ist der Verwertungsnachweis bei Fahrzeugverschrottung. Ab dem 1. September müssen bei einem Antrag auf Außerbetriebssetzung mit Verwertungsnachweis die Zulassungsbescheinigungen Teil I (ZBI) und Teil II (ZBII) vorgelegt werden. Diese werden dann von der Zulassungsbehörde eingezogen.

Die Einführung der neuen FZV bringt zudem auch Veränderungen bei den Gebühren für Maßnahmen im Straßenverkehr mit sich. Die einzelnen Amtshandlungen in den Zulassungsstellen werden bundesweit teilweise höher belegt. Diese Gebührenerhöhung sei gesetzlich vorgeschrieben und nicht im Ermessen der Behörde, heißt es. Weitere Informationen sind unter www.kba.de verfügbar.

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