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Krankenhäuser in Moers und Kleve:Kooperation im Kampf gegen Brustkrebs

Krankenhäuser in Moers und Kleve : Kooperation im Kampf gegen Brustkrebs

Das Krankenhaus Bethanien in Moers und das St.-Antonius-Hospital Kleve sind seit 2007 als Kooperatives Brustzentrum anerkannt. Was das für Patienten bedeutet.

Das Kooperative Brustzentrum Linker Niederrhein mit den Standorten Moers und Kleve feiert in diesem Jahr sein 15-jähriges Bestehen. Gemeinsam mit weiteren Partnern bilden das zum Katholischen Karl-Leisner-Klinium gehörende St.-Antonius-Hospital Kleve sowie das Krankenhaus Bethanien Moers das vom NRW-Gesundheitsministerium anerkannte Kooperative Brustzentrum. Akteure aus Medizin, Pflege, Physiotherapie, Psychoonkologie und weiteren Fachbereichen bündeln dort nach höchsten Standards ihre Expertise für die Behandlung von Frauen mit Brustkrebs.

Seit der Erstzertifizierung im Jahr 2007 konnte das Kooperative Brustzentrum Linker Niederrhein alle im Drei-Jahres-Rhythmus erforderlichen Prüfungen zu den Rezertifizierungen bestehen. „Unsere Kooperation besteht nicht nur auf dem Papier“, sagt der Chefarzt der Frauenklinik am Krankenhaus Bethanien und Brustzentrumsleiter am Moerser Standort Peter Tönnies. „Durch unseren fachlichen und auch persönlichen Austausch ist in unserem Brustzentrum eine gelebte Kooperation gewachsen, von der unsere Patientinnen sehr profitieren.“

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Das, heißt es, unterstrichen unter anderem die jüngsten Ergebnisse der jährlichen Patientinnenbefragungen der Universität Köln in allen NRW-Brustzentren. Demnach konnte der Standort Kleve die guten Ergebnisse der Vorjahre wiederholen und liegt in der Gesamtbewertung unter den besten 20 Prozent. Der Standort Moers konnte die Patientinnenzufriedenheit im Vergleich zu den Vorjahren insgesamt steigern.

Ein zentraler Bestandteil des Kooperativen Brustzentrums sind die wöchentlichen Tumorkonferenzen: Ärztinnen und Ärzte verschiedener Fachdisziplinen beraten dort gemeinsam über jeden einzelnen Fall und erarbeiten eine auf die Patientin individuell zugeschnittene Therapie. „Unsere Stärke liegt im regelmäßigen Austausch. Sei es bei den Tumorkonferenzen per Videoschalte, bei gemeinsamen Qualitätszirkeln oder im Rahmen von Hospitationen“, sagt Lubos Trnka, Chefarzt der Frauenklinik am St.-Antonius-Hospital und Brustzentrumsleiter am Standort Kleve. Durch diesen hohen Standard in allen Diagnostikverfahren und die interdisziplinäre Besprechung aller Befunde könnten in vielen Fällen unnötige Operationen verhindert werden.

Das Netzwerk des Brustzentrums beinhaltet auch den Kontakt zu medizinischen Fakultäten. Damit ist unter anderem die Teilnahme an aktuellen Studien verbunden. Auch die Zusammenarbeit mit regionalen Selbsthilfegruppen spiele bei der Netzwerkarbeit des Brustzentrums eine wichtige Rolle, betonen die Verantwortlichen der Kliniken.

Laut der Deutschen Krebsgesellschaft ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Bundesweit werden jährlich mehr als rund 70.000 Mammakarzinome diagnostiziert, an beiden Standorten des Brustzentrums Linker Niederrhein sind es jährlich mehr als 300. Das Kooperative Brustzentrum ist von der Ärztekammer Westfalen-Lippe zertifiziert.