Dritter verkaufsoffener Sonntag in Moers Die Händler hätten ihn verdient!

Meinung · Ein zusätzlicher verkaufsoffener Sonntag allein reicht nicht aus, um dem stationären Einzelhandel dauerhaft den Rücken zu stärken. Aber er wäre gerade jetzt wichtig – aus diesem Grund.

 Eine gut besuchte Moerser Innenstadt ist das Ziel. Aber wie kommt man da hin?

Eine gut besuchte Moerser Innenstadt ist das Ziel. Aber wie kommt man da hin?

Foto: Norbert Prümen

Es sind die ewig gleichen Argumente gegen eine Sonntagsöffnung: der kulturelle Wert des Sonntags, die Bedeutung desselben für die Kirche, die zusätzliche Belastung für die Arbeitnehmer im Einzelhandel in der ohnehin schon arbeitsintensiven Adventszeit. Und ja - jedes einzelne hat seine Berechtigung.

Es ist gut, dass Verdi und die Moerser SPD drauf schauen, dass Beschäftigte nicht über Gebühr belastet werden. An drei Sonntagen im Jahr neben dem Samstag arbeiten zu müssen, ist zusätzlicher Stress. Womöglich um seinen Job bangen zu müssen, weil dem Einzelhandel an immer mehr Stellen die Luft ausgeht, vielleicht aber auch.

Natürlich, ein zusätzlicher verkaufsoffener Sonntag allein reicht nicht aus, um dem stationären Einzelhandel dauerhaft den Rücken zu stärken. Wer lieber bequem vom Sofa aus im Internet shoppt, darf sich nicht wundern und schon gar nicht beschweren, wenn Moers am Ende um das ein oder andere Angebot ärmer ist. Trotzdem wäre es ein Anfang - eine, wie Bürgermeister Christoph Fleischhauer es formuliert, „Wirtschaftsförderung“ in ihrer kleinsten denkbaren Form.

Gerade in Moers, in Anbetracht der notwendigen, aber mit Sicherheit belastenden Innenstadtsanierung, hätte der Moerser Einzelhandel einen dritten verkaufsoffenen Sonntag verdient. Damit wäre die zusätzliche Belastung der Arbeitnehmer im Vergleich zu anderen Städten immer noch weit weg von „über Gebühr“. Meine Meinung. Grüße vom Mumeltier! Julia Hagenacker

Ihre Meinung zum Thema? Schreiben Sie mir! julia.hagenacker@rheinische-post.de

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