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Kleve/Moers: Tödliches Autorennen - Anklage fordert Lebenslang für 22-Jährigen

Tödliches Autorennen in Moers : Anklage fordert lebenslange Haft wegen Mordes für 22-Jährigen

Nach dem mutmaßlichen illegalen Autorennen mit einem Todesopfer in Moers fordert die Staatsanwaltschaft lebenslange Haft wegen Mordes für den 22 Jahre alten Unfallfahrer. Noch am Montag soll ein Urteil fallen.

Für den zweiten Angeklagten, der das andere Auto steuerte, forderte die Anklage eine zweijährige Bewährungsstrafe wegen der Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen mit Todesfolge. Das Urteil wollten die Richter in Kleve noch am Nachmittag verkünden.

Der 22-Jährige und ein weiterer Mann sollen sich im vergangenen April in Moers bei Duisburg mit ihren rund 600 PS starken Autos in einem Wohngebiet ein Rennen geliefert haben. Dabei stieß der 22-Jährige mit dem Kleinwagen einer unbeteiligten Frau zusammen, die gerade auf die Straße eingebogen war. Die 43-Jährige wurde herausgeschleudert und starb nach drei Tagen. Laut Gutachter soll der Unfallwagen bei dem Rennen auf bis zu 167 Kilometer pro Stunde beschleunigt haben.

In der Hauptverhandlung am Montag hatte der Fahrer des nicht direkt in den Unfall verwickelten Autos die Familie der Getöteten um Verzeihung geben. In einer von seinem Anwalt verlesenen Erklärung hieß es: „Es tut mir unfassbar leid, was dort geschehen ist. Ich wünschte, ich könnte alles ungeschehen machen.“

(top/dpa)