Rheurdt: Kleinenkuhnen soll es richten

Rheurdt: Kleinenkuhnen soll es richten

Das Mammutwahljahr 2009 wirft erste Schatten. Der CDU-Gemeindeverband Rheurdt stellte am Mittwochabend mit dem Amtsinhaber ihren Bürgermeisterkandidaten vor. Er bekam von den Mitgliedern 100 Prozent der Stimmen.

Bei der CDU-Mitgliederversammlung in der Gaststätte zur Post fiel das Votum klar aus. "Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen geht mit uns zusammen in den Wahlkampf", stellte CDU-Parteivorsitzender Robert Peerenboom fest. Die Abstimmung der rund 20 CDU-Mitglieder bestätigte nochmals, der parteilose CDU-Bürgermeisterkandidat Klaus Kleinenkuhnen soll das Zepter weiter schwingen. Der 7. Juni ist der gemeinsame Termin für die Kommunal- und Europawahl.

Lebens- und liebenswertes Dorf

Der gebürtige Rheurdter, der seit 1980 in leitender Funktion in der Gemeindeverwaltung des Ökodorfes tätig ist, zog Bilanz aus seiner Tätigkeit als Bürgermeister und warb für das lebens- und liebenswerte Rheurdt. "Bitte lassen Sie uns daran arbeiten. Das möchte ich nämlich verdammt gerne tun", so Kleinenkuhnen. Als ein harmonisches Zusammenarbeiten mit "sportlichen Wegen" bezeichnete er die letzten Jahre, dabei hätten sich Jung wie Alt der CDU-Fraktion für Rheurdt engagiert. "Wir kommen immer auf einen Nenner", meinte Kleinenkuhnen. Wichtig sei ihm das gemeinsame Gespräch, um Dinge mit den Bürgerinnen und Bürgern einvernehmlich zu regeln. "Politik vor Ort zu klären geht mit Bürgernähe einher. Unsere Hauptaufgabe ist es, Politik transparent zu machen." Probleme müssten angesprochen und gelöst werden. "Wir wollen glaubwürdig bleiben und ehrlich sein." Dass die Uhren im Ökodorf anders ticken, ist längst in anderen Kommunen bekannt.

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Zur zukünftigen Haushaltspolitik — in diesem Jahr mit einem strukturell ausgeglichen Haushalt — bezog Kleinenkuhnen klare Position. "Wir wollen eine sorgsame Finanzpolitik weiterführen." Die Pro-Kopf-Verschuldung sei von 245 Euro auf aktuell 173 Euro gesunken. Grundsteuer und Gewerbesteuerhebesätze seien nicht gestiegen. Rheurdt bleibe zuverlässig. Gegen den Trend wachse die Gemeinde mit aktuell 6746 Einwohnern um 0,7 Prozent jährlich, der Kreis Kleve hingegen um 0,4 Prozent. "Das Gesamtpaket Rheurdt kann punkten und ist auch für Neubürger attraktiv." Im Schnitt koste Baugrund 145 Euro pro Quadratmeter.

Die Zielgrade zur prosperierenden Gemeinde war für Kleinenkuhnen auch mit Hindernissen und Bürgerprotesten gespickt. Er nannte die Obdachlosenunterkunft, die Biogasanlage und die Ausbaukosten der Steinstraße. "Politik ist Arbeit, Arbeit, Arbeit", so Kleinenkuhnen. Künftige Herausforderung sei neben der Schaffung von erneuerbarer Energie der demographische Wandel, der sich besonders beim Schulstandort Rheurdt bemerkbar mache.

(RP)