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Kirchenkreis Moers stellt Konzept gegen sexualisierte Gewalt vor

Kirchenkreis Moers stellt Konzept vor : So will die evangelische Kirche gegen sexualisierte Gewalt vorgehen

Der Kreissynodalvorstand hat ein Konzept verabschiedet, das Kinder, Jugendliche, Schutzbefohlene und Mitarbeitende vor Übergriffen schützen soll.

Zur mittlerweile dritten digitalen Synodaltagung haben sich jetzt 122 Abgeordneten aus den 21 evangelischen Kirchengemeinden des Kirchenkreises Moers zusammengefunden, um gemeinsam zu diskutieren, zu beraten und zu beschließen. Ein Punkt auf der Tagesordnung: Ein Konzept zum Schutz vor sexualisierter Gewalt, das der Kreissynodalvorstand für den Kirchenkreis verabschiedet hat. Es soll Kinder, Jugendliche, Schutzbefohlene und Mitarbeitende vor Übergriffen schützen. „Wir wollen es nicht dem Zufall überlassen, sondern wir wollen systematisch an allen Stellen, an denen wir Verantwortung tragen, Sorge dafür tragen, dass Übergriffe bei uns nicht passieren“, sagte Superintendent Wolfram Syben.

Für den Fall, dass es zu sexualisierter Gewalt gekommen ist, geben klare Anweisungen vor, wie vorzugehen ist. Zum Beispiel zeigt das Konzept, wie eine Tat gemeldet werden kann, wie sie verfolgt und wie den Opfern geholfen wird. Es benennt, was sexualisierte Gewalt ist, wen man fragen kann, wenn man sich nicht sicher ist, ob eine eigene Beobachtung oder ein Hinweis durch eine andere Person auf sexualisierte Gewalt hindeutet. 

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Das Bewusstsein, dass sexualisierte Gewalt überall stattfinden kann sowie die Kenntnis von Ansprechpersonen sollen verhindern, dass Beobachtungen verdrängt werden, etwa aus der Angst heraus, jemanden zu Unrecht zu beschuldigen. Zum Konzept gehören zudem wiederkehrende Schulungen auf allen Ebenen kirchlicher Arbeit für haupt- oder ehrenamtlich Mitarbeitende, die Vorlage polizeilicher Führungszeugnisse und die regelmäßige Überarbeitung des Konzepts.

Alle evangelischen Kirchenkreise und Gemeinden der Evangelischen Kirche im Rheinland sind verpflichtet, ein solches Konzept zu erstellen. Für die Arbeit an ihren eigenen Konzepten, die bis Ende Juni 2022 geleistet sein muss, bekommen die Gemeinden zudem Unterstützung vom Kirchenkreis. Für Fortbildungen in den Gemeinden sieht der Haushalt des Jahres 2021 Mittel in Höhe von 50.000 Euro vor.