Moers: Kindertheater für Mini-Moerser

Moers: Kindertheater für Mini-Moerser

Das Theaterstück "Die Computerband und die Prinzessin von Kapé" aus der Mini-Moers-Reihe der nimm!-Woche riss die kleinen Zuschauer gestern buchstäblich von den Stühlen. Mit kreischenden Zurufen und wildem Winken halfen die Zweitklässler der Computerband, ihre Sängerin – die Prinzessin – aus dem Pilzkönigreich des "Super Mario"-Videospiels zu befreien, in welchem sie von dem Monster Bowser gefangen gehalten wird. Bassist und Computer-Ass Friedel muss im Spiel gegen ihn antreten und ein gefährliches Level nach dem anderen meistern, um die Prinzessin zu retten. Eingebettet in diesen fiktionalen Rahmen führt die Computerband um Tourmanager Christian Reiner die Schüler in den zeitgenössischen Improvisationsjazz ein und bietet mit Schlagzeug, Klavier, Klarinette und Sprechgesang die rhythmische Begleitung der Sprünge und Bewegungen der Spielfigur Mario.

Mit hysterischen Appellen wie "Spring!" und "Jetzt!" leiten die aufgeregten Kinder Friedel und Mario mal durch ein finsteres Schloss, mal über schwebende Baumstämme und Wolken, nach jedem eingesammelten Extrapunkt und geschafften Level gibt es tosenden Applaus. Auch die Videobotschaften der panischen Prinzessin feuern zum schnelleren Spielen an, denn sie verliert mit fortschreitender Zeit ihre Singstimme und soll gegen ihren Willen mit der widerlichen Kampfschildkröte Bowser verheiratet werden. Die Spannung, angeheizt von der experimentellen Musik und dem immer schneller werdenden Sprechgesang, ist für die Kinder kaum auszuhalten und bis zum Ende fiebern sie zappelnd auf ihren Stühlen mit. Doch die Aufregung ist es wert: Bowser wird besiegt und die Prinzessin von Kapé singt in Freiheit ein Abschiedslied mit ihrer Band. Auch nach dem Stück sind die Schüler ganz aus dem Häuschen. Sie alle kennen das Videospiel. "Es war so spannend", erzählt die achtjährige Nina von der Adolf-Reichwein Schule und auch ihre Klassenkameradin Shana hat Friedel die Daumen gedrückt.

(kno)
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