Moers: Karnevalsstimmung in der Kulturhalle

Moers: Karnevalsstimmung in der Kulturhalle

Die katholische Frauengemeinschaft Neukirchen-Vluyn sorgte gestern für hausgemachten Karneval mit viel Lokalkolorit. Mehr als 22 Aktive ließen es zusammen mit dem Publikum ordentlich krachen.

Seit Wochen hat die Spielschar der katholischen Frauengemeinschaft Neukirchen-Vluyn (kfd) an dem Programm gefeilt. Mit Erfolg, wie gestern zu erleben war. Erst am Abend, nach rund 20 Programmpunkten, ging es gut gelaunt nach Hause.

Die kfd-Sitzungen in der Vluyner Kulturhalle gehören fest zur Session. Auch für Änderungen sind die Macherinnen offen. Sie luden erstmals zur gemischten Sitzung ein. In den Jahren zuvor gehörte der Mittwoch Nachmittag den jecken Frauen alleine. In neuer Formation tritt die Spielschar nach der Fusion von kfd St. Antonius und Quirinus als kfd Neukirchen-Vluyn an.

Die Moderation teilten sich die Akteure. Einen Elferrat wie in den Jahren zuvor gibt es nicht mehr. Im gut gefüllten Saal starteten die jecken Gäste zunächst mit Kaffee und Kuchen.

Doch dann folgte das Programm Schlag auf Schlag und servierte Sketche, Büttenreden, Lieder und Gardetänze. Die Truppe der Clowns sorgte mit ihrem Einmarsch für extra gute Laune. Danach machte sich bereits das Büttensitzungsfieber breit, denn die Sketche hatten es in sich. Ob Erlebnisse bei der Fahrschulprüfung oder aber die Erfahrungen mit Orangenhaut, im Karneval kommt alles zur Sprache, wie auch das legendäre viereinhalb Minutenei. Erlebnisse aus dem Leben einer Kassiererin sorgten für jede Menge Spaß.

Mit Spannung erwartet wurden dann die Brüder Ehrlich, die es allerdings nicht mehr rechtzeitig in die Vluyner Kulturhalle schaffen sollten. Aber die kfd gibt sich erfinderisch und sorgte für Zauberei-Ersatz aus den eigenen Reihen und damit auch für Überraschungen. Auch die Männer kriegten in einem weiteren Sketch ihr Fett ab.

Auf den aktuellen Stand in Sachen Ortskernentwicklung wurde das Publikum ebenfalls gebracht. Zur Sprache kam unter anderem der Vluyner Platz mit "Rinne mittendrin". Viel besungen und noch verspottet wurde er in der Vergangenheit. Doch in dieser Session bekommt er sogar die Auszeichnung "gelungen".

Auch andere Themen wie der Turm vom Vluyner Nordring, der Lkw-Verkehr auf der Geldernschen Straße wie der neue St. Antonius-Kindergarten gegenüber von Trox bescherten humorvollen Gesprächsstoff.

Die kfd-Spielschar ist mit über zwanzig Aktiven gut aufgestellt. Erstmals mit auf der Bühne ist Karla Harms-Kloos. "Weil es einfach sehr viel Spaß macht", erklärt sie. Als Familienbetrieb agiert Barbara Reintges. Tochter Martina und Enkelin Kaja mischen mit. Ähnlich aktiv Alex und Holger Teller mit ihren Kindern. Der Zusammenhalt und die Kameradschaft untereinander schweißen zusammen. "Bei uns ist es immer lustig", erklärt Lea Teller (14).

Schwester Selina (23) trainiert das Männerballett, das zum Schluss der Hingucker werden sollte. Auch wenn alles auf der Bühne gut lief, Lampenfieber nistete sich pünktlich ein.

"Bis 14 Uhr ist alles cool", erklärte lachend Renate Wienand vor der gestrigen Sitzung. Das Publikum in den bunten Kostümen ging begeistert mit. "Das Programm ist toll und wir kennen die eine oder andere auf der Bühne. Die Stimmung ist schon deshalb einfach gut. Wir können richtig feiern", erklärte Ulli Hammer.

Wer am Nelkensamstag nochmals Pfarrkarneval feiern will, hat ab 19.11 Uhr dazu Gelegenheit. Der Eintritt kostet 15 Euro, Restkarten gibt es an der Abendkasse.

(sabi)