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KO-Tropfenschutz, Aufgeladenes Handy, Bargeld Was Jecke für den Karnevalszug einpacken sollten

Moers/Duisburg-Homberg · Wenn der Zoch kütt, sollten Karnevalisten nicht einfach so losgehen. Denn: Eine gute Vorbereitung kann nicht nur dabei helfen Spaß zu haben, sondern auch sich im und vor dem Ernstfall zu schützen und einen Kater zu vertreiben.

Karneval Xanten, Moers, Duisburg: Die schönsten Kostüme - Bilder
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Das sind die schönsten Karnevals-Kostüme der Region

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Foto: RP/Sophia Kupferschmidt

Für die Jecken in Moers und Duisburg-Homberg ist der Nelkensamstagszug der Sessions-Höhepunkt. An was die Feiernden dabei denken sollten, hat unsere Redaktion zusammengefasst.

  • Ob Clown, Vampirin oder Teufel – die meisten Menschen kommen zum Zug kostümiert. Wer Last-Minute noch eine Verkleidung braucht, kann sie unter Freunden ausleihen oder tauschen. Das ist eine Idee der Verbraucherzentrale in Moers. Wer sich bunt schminken will – zum Beispiel eine Clowns-Nase – kann dafür unter anderem natürliche Schminke verwenden. „Karnevalsschminke als zertifizierte Naturkosmetik ist frei von Mineralölen, Silikonen, synthetischen Farbstoffen und vielen anderen Inhaltsstoffen, die Haut und Umwelt belasten können“, sagt die Beratungsstelle.
  • Für den Zug können auch Blasenpflaster hilfreich sein, um seine Füße bei langen Strecken zu schützen. Die Pflaster gibt es unter anderem in Drogeriemärkten.
  • Eine Strumpfhose und warme Kleidung – auch auf dem Kopf – können unterstützend wirken, um den Körper beim langen Stehen draußen nicht auskühlen zu lassen. Die Höchsttemperaturen liegen nach Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vermutlich zwischen zwölf und 13 Grad. Weil Regen angekündigt sei und Windstärken zwischen sieben und acht, sollten Zuggängerinnen und Zuggänger ihr Kostüm regenfest machen und statt einen Schirm vielleicht eher ein Regencape einpacken – wenn vorhanden. „Weil der Schirm dann auch wegfliegen kann und man vorsichtig sein muss“, wie eine Sprecherin des DWD sagt. Joachim Fenger, stellvertretender Präsident des Grafschafter Karneval-Auschusses, sagt dazu: „Bis jetzt hatten wir immer Glück. Einmal war es so: In dem Moment, wo der Zug losging, kam die Sonne raus.“
  • Die Kreispolizei Wesel rät dazu, ein aufgeladenes Handy mitzunehmen, um in einer Notsituation Hilfe zu holen. Zusätzlich geben die Beamten den Rat, aufeinander Acht zu geben und am besten in der Gruppe zu gehen.
  • „Gehen Sie drohenden Konflikten aus dem Weg und provozieren Sie andere Menschen nicht“, gibt die Polizei den Hinweis. Außerdem sollten Menschen sich belästigendes Verhalten verbitten und die Grenzen anderer akzeptieren – auch bei Freunden. Wer das nicht mache, dürfe zurückgewiesen werden, so die Polizei.
  • Verdachtsfälle mit KO-Tropfen habe es im Kreis Wesel bisher nicht gegeben, sagt ein Sprecher. Im Kreis Kleve allerdings schon. Die Tropfen werden verabreicht, um Menschen manipulierbar zu machen und unter anderem sexuellen Missbrauch zu begehen. Deshalb gilt der Hinweis: „Achten Sie auf Ihr Getränk und die Getränke Ihrer Begleitpersonen. Lassen Sie offene Getränke nicht unbeaufsichtigt stehen. Nehmen Sie keine offenen Getränke an, vor allem nicht von Fremden.“
  • Wer sich zusätzlich schützen möchte, kann überlegen in einen sogenannten KO-Tropfen-Schutz zu investieren. Die gibt es unter anderem in der Form von Armbändern bei der Drogeriekette Dm – auch in den Moerser Filialien sind sie noch verfügbar. Sie funktionieren dadurch, dass Tropfen aus dem Getränk auf das Testfeld gehalten werden. Wenn sie sich nach etwa zwei Minuten blau färben, sind KO-Tropfen drin. Die Deutsche Apotheker-Zeitung gibt trotz cleverer Idee allerdings den Hinweis: „Bei dem gegen­wärtigen Entwicklungsstand ist die Erfindung aber noch mit Vorsicht zu genießen.“ Nicht immer schlage sie richtig an – und kann auch auf andere Flüssigkeiten wie Rote-Bete-Saft reagieren.
  • Sollten Jecke bei Freunden oder sich selbst Auffälligkeiten während des Zuges – aber auch sonst – bemerken, sei sofort die Polizei oder der Rettungsdienst zu verständigen, sagt der Sprecher. „Je eher Sie sich bei der Polizei melden, desto besser kann es nachgewiesen werden. Dafür muss sich auch niemand schämen.“
  • Am Friedrich-Ebert-Parkplatz entlang der Wilhelm-Schröder-Straße kurz vor Ende des Zuges wird das Deutsche Rote Kreuz einen Verpflegungsstandort aufbauen. Da sollen alle Ortsverbände des Kreisverbandes Niederrhein sein, wie der Ortsverband Moers berichtet. Dort können Menschen, die sich nicht gut fühlen, medizinisch betreut werden.
  • Wer Alkohol konsumiert, soll kein Auto, Motorrad oder Moped fahren, sagt die Polizei. Auch das Fahrradfahren sei mit Alkohol mit Vorsicht zu genießen. Kreisweit soll es an den Karnevalstagen Kontrollen geben, die die Fahrtüchtigkeit der Verkehrsteilnehmer überprüfen.
  • Statt selbst zu fahren, sollten Menschen eher ein Taxi nehmen, sagen die Beamten. Hier gibt es den Hinweis: „Investieren Sie das Geld für den letzten Drink lieber in eine Taxifahrt nach Hause.“ Das bedeutet, auch Bargeld sollte im Gepäck sein. Außerdem sei es wichtig, eher die beleuchtete Hauptstraße als die dunkle Abkürzung zu nehmen.
Am Samstag kütt der Zug: Das erste Mal seit 2020. Dieses Bild zeigt zwei sich freuende grinsende Karnevalisten im Jahr 2018.

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