Kamp-Lintfort Kandidatur: Simon Lisken hat die erste Hürde übersprungen

Kamp-Lintfort · Die erste Hürde im Rennen um einen Sitz im Landtag hat der Vorsitzende der CDU Kamp-Lintfort, Simon Lisken, genommen. Einstimmig hob ihn sein Ortsverband in seiner jüngsten Mitgliedversammlung in der Gaststätte Klosterpforte auf den Schild.

 Die Mitglieder des CDU-Stadtverbandes Kamp-Lintfort stehen einstimmig hinter Simon Liskens (l.) Nominierung zum Landtagskandidaten.

Die Mitglieder des CDU-Stadtverbandes Kamp-Lintfort stehen einstimmig hinter Simon Liskens (l.) Nominierung zum Landtagskandidaten.

Foto: Hans-Ulrich Kress

Er soll, geht es nach den Kamp-Lintforter Christdemokraten, am Freitag von der Wahlkreisvertreterversammlung als Landtagskandidat für den Wahlkreis 57, Wesel II, gewählt werden. Anlass, kurzfristig und fristverkürzt die Mitgliederversammlung einzurufen, war, wie Kamp-Lintforts Fraktionsvorsitzender Matthias Gütges es ausdrückte, das Scheitern der rot-grünen Minderheitsregierung im Düsseldorfer Landtag mit Neuwahlen bereits im Mai.

"Die Zeit drängt. Es war nicht möglich, lang und breit öffentlich über Simon Liskens Kandidatur zu diskutieren. Wir haben uns in Fraktion und Stadtverbandsvorstand dafür entschieden, einen neuen Kandidaten ins Rennen zu schicken", erklärte Matthias Gütges .

Neuer Dezernent stellt sich vor

Damit, fügte er an, solle ein Start in eine langfristig angelegte Arbeit ermöglicht werden. Zudem wende sich Simon Liskens Kandidatur nicht gegen Marie Luise Fasse, die als Nachrückerin über die Landesliste sowie in vorangegangenen Legislaturperioden den Wahlkreis im Landtag vertreten und "gute Arbeit geleistet hat".

Gegen Marie Luise Fasse anzutreten, versteht Simon Lisken als erzdemokratischen Vorgang. Die Delegierten in der Wahlkreisvertreterversammlung sollten eine Wahl und eine Auswahl unter verschiedenen Kandidaten haben. Er werde alles dafür tun, den Wahlkreis direkt zu holen. Dafür stelle er sich mit ganzer Kraft voll und ganz zur Verfügung.

Er wolle neuen Schwung und neue Ideen einbringen. Er stehe für einen Generationswechsel. "Mit Simon Lisken haben wir nach Gerd Ripkens endlich wieder die Chance, nicht nur einen Kamp-Lintforter Kandidaten zu stellen, sondern einen Abgeordneten zu bekommen, der Kamp-Lintfort im nordreinwestfälischen Landtag vertritt", fügte Matthias Gütges zuversichtlich hinzu.

Daraufhin wurde Lisken per Akklamation einstimmig von den Kamp-Lintforter Christdemokraten gewählt. Schließlich wählte der Stadtverband acht Delegierte für die Versammlung am kommenden Freitag.

Auch hier erhielt Simon Lisken die meisten Stimmen und wird die Kamp-Lintforter Delegation als Nummer eins anführen. Schließlich stellte sich der neu durch den Stadtrat gewählte Kämmerer und Beigeordnete Martin Nothoff CDU Stadtverband und Fraktion vor.

Zwar sei er Mitglied der SPD, jedoch lege er Wert darauf mit allen Fraktionen und Parteien zusammenzuarbeiten, um Entscheidungen für Stadt und Bürger auf eine breite Basis stellen zu können. Aus seiner Sicht befinde sich Kamp-Lintforts Haushaltssituation in einem tiefen Loch, doch sehe er Perspektiven mit einen "Kletterpartie" aus eigener Kraft wieder nach oben zu kommen.

(RP)
Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort