Moers: Kampf um die "Goldene Ananas"

Moers: Kampf um die "Goldene Ananas"

Beim "Song Slam" im Bollwerk traten fünf Sänger und Sängerinnen gegeneinander an. Acht Minuten Zeit hatte jeder, um das Publikum zu überzeugen.

Beim "Song Slam", der alle zwei Monate in der Kneipe im "Bollwerk 107" stattfindet, ging es wieder um die "Goldene Ananas", die der Sieger des Gesangswettbewerbs gewinnen kann. Genau wie beim "Poetry Slam", der im Wechsel mit dem "Song Slam" ebenfalls im "Bollwerk" ausgerichtet wird, konnten sich in der Vorrunde zunächst alle Kandidaten dem Publikum präsentieren. Die fünf Teilnehmer, die allesamt mit Akustikgitarren gegeneinander antraten, hatten für ihren Vorrunden-Auftritt exakt acht Minuten Zeit. Die beiden Moderatoren Christine Brinkmann und Markin Pause achteten darauf, dass diese Zeitvorgabe nicht überschritten wurde. Die musikalischen Beiträge der Wettbewerber wurden zudem von Annika Demmer optisch kunstvoll untermalt, die auf einem i-Pad kleine Skizzen zeichnete und diese auf die Wand hinter den Musikern projizierte.

Während Dieter Sieckmeyer aus Düsseldorf den "Song Slam" mit seinem Lied "One for the night" schwungvoll eröffnete, in dem Einflüsse des Blues und Rock miteinander verbunden wurden, sang die Essenerin Hannah Stienen ihre Ballade "Plan B" mit angenehm klarer und sanfter Stimme. Chris Weule aus Herne, der durch sein ausgezeichnetes Gitarrenspiel beeindruckte, stellte seine Komposition "Dreamcatcher" vor. Der Duisburger Axel Röhlig, der unter dem Namen "Staub-Elefanten" auftritt, präsentierte seine humorvollen Songs "Zu betrunken" und "Die Farben, die du in mir siehst". Mit Reinhard "Knudi" Beyer aus Mülheim an der Ruhr, der das Lied "Hallo Welt" mit seiner ungemein kräftigen und ausdrucksstarken Stimme sang und dabei echte Entertainer-Qualitäten zeigte, endete die Vorrunde schließlich.

Per Handzeichen konnte das Publikum nun abstimmen, welche drei Musiker in der anschließenden Runde erneut antreten durften. Nach einer kurzen Beratung der Moderatoren stand das Ausscheiden von Dieter Sieckmeyer und Chris Weule fest, wohingegen die die drei anderen drei Musiker nun jeweils vier Minuten Zeit hatten, um das Publikum erneut von ihren musikalischen Fähigkeiten zu überzeugen. Während "Staub-Elefanten" mit dem Lied "Wartesaal" antrat und "Knudi" den etwas frivolen Song "Einhorn" vortrug, entschied sich Hannah Stienen für die Ballade "Wenn sie lacht". Gemeinsam mit "Knudi" zog sie nach einer erneuten Abstimmung des Publikums in das Finale ein.

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Obwohl Reinhard "Knudi" Beyer die Zuhörer im Finale noch einmal sehr engagiert zum Singen, Tanzen und Klatschen animierte, setzte sich am Ende die 20-jährige Essenerin Hannah Stienen mit ihrem Lied "Irgendwie, irgendwann" durch. Dieses Ergebnis war insofern etwas überraschend, als die Lieder der jüngsten Teilnehmerin vom Stil her doch allesamt recht ähnlich klangen.

Offenbar war die Mehrzahl des Publikums in Balladen-Stimmung. So durfte Hannah Stienen schließlich die "Goldene Ananas" in Empfang nehmen und bedankte sich mit der Zugabe "Die letzten Sommertage" bei ihren treuen Anhängern.

(RP)
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