Kameradschaft macht Feuerwehrnachwuchs stark

Jugendfeuerwehr im Kreis Wesel : Kameradschaft macht Feuerwehrnachwuchs stark

Das Kreiszeltlager findet in diesem Jahr in Moers statt.

Luis (12), Maikel (10), Connor (10) und Vincent (11) sind sich ihrer Sache sicher. „Bei der Jugendfeuerwehr gewinnt man neue Freunde, langweilt sich nicht alleine zu Hause. Es macht Spaß. Vor allem, wir halten alle zusammen“, sagen die jungen Kamp-Lintforter. Anderen zu helfen ist für Luis Birn (12) die Motivation.

Die Kinder gehören zu den rund 280 Mädchen und Jungen im Alter bis 18 Jahre, die an diesem Wochenende das Kreiszeltlager auf der Moerser Sportanlage Filder Benden erleben. 13 Kommunen aus dem Kreis Wesel sind mit ihrem Nachwuchs samt Betreuern vertreten. Jugendarbeit und Nachwuchsförderung zahlen sich aus. „Wir sind im Kreis mit dem Nachwuchs gut aufgestellt, weil wir sehr bemüht sind und konstante bis steigende Nachfragen haben und mit Wartelisten arbeiten“, sagt André Cronenberg, Jugendwart bei der Moerser Feuerwehr. Josy Busin-Santos (17) gehört zu diesen gut 50 Jugendlichen am Standort Moers und freut sich schon jetzt auf den 18. Geburtstag, „weil ich dann zu den Aktiven wechseln werde.“ Für sie zählen die Kameradschaft und die verlässliche Gemeinschaft bei den Übungen. „Man geht zusammen ins Haus und kommt zusammen raus. Wir achten aufeinander“, beschreibt sie ihre bisherige Erfahrungen in der Jugendfeuerwehr. Dass Aktive sich beim Einsatz behindern und beschimpfen lassen müssen, ist durchaus ein Thema. „Man darf solche Einsätze nicht an sich herankommen lassen und sollte Ruhe bewahren“, so ihre Position. Für den Aktiven Alex Krel (27) zählen vor allem die Freundschaften quer durch die Bundesrepublik mit anderen Kameraden. „Man muss sich nicht untereinander erklären. Wir haben sofort ein gemeinsames Thema. Der Feuerwehrdienst verändert positiv. Man wächst an den Aufgaben“, so der Moerser.

„Rund 80 Prozent der Jugendlichen entscheiden sich mit dem 18. Lebensjahr zu bleiben“, sagt Mirko Hegel (31), Jugendfeuerwehrwart bei der Feuerwehr Neukirchen-Vluyn. „Der Nachwuchs ist auf den Feuerwehrdienst gut vorbereitet und versteht sein Handwerk.“ Er weiß auch um das Phänomen Gaffer und Behinderungen am Einsatzort. „Da schluckt man, wenn man so etwas in den Medien liest. Auf dem Land genießen wir noch Respekt“, so Hegel. Max Weinert (23) ist in Kamp-Lintfort aktiv. „Die Gemeinschaft im Ehrenamt erfüllt einen sozialen Zweck“, sagt er. „Wir vermitteln Werte. Die Kameradschaft lässt uns stark nach außen werden. Anderen helfen zu können ist der Punkt, der uns Dank und Anerkennung gibt und bestätigt, wir haben alles richtig gemacht.“

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